Anfang 2022 zieht Zarubezhneft Bilanz über die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen des föderalen Projekts „Erhaltung der biologischen Vielfalt und Entwicklung des ökologischen Tourismus“ des nationalen Projekts „Ökologie“ für das Jahr 2021 im Hinblick auf die Erhaltung und Wiederherstellung der westsibirischen Population des Nonnenkranichs (Sterkh).
Dank der finanziellen Unterstützung von Zarubezhneft konnten unsere Kollegen aus dem Oka-Naturschutzgebiet und dem Allrussischen Forschungsinstitut für Ökologie (VNII Ekologija) fast alle für 2021 geplanten Maßnahmen umsetzen. Da wir uns in der Anfangsphase der Projektumsetzung befanden, stand uns ein umfangreiches Bauvorhaben bevor. Die wichtigsten Produktionseinrichtungen der Zuchtstation für seltene Kranicharten auf Basis des staatlichen Oka-Naturschutzgebiets wurden instand gesetzt: Die Wasserversorgung, das Kesselhaus und die Futterküche wurden repariert, die Voliere für die Überwinterung der Kraniche wurde wiederhergestellt und isoliert, ein Dieselgenerator zur Sicherstellung des unterbrechungsfreien Betriebs von Geräten und Inkubatoren sowie ein Kastenwagen für betriebliche Zwecke wurden angeschafft. Zudem wurden Maßnahmen zur Vorbereitung der Elternpaare auf die Fortpflanzung durchgeführt, wobei 5 Küken schlüpften. Nach der Aufzucht in der Zuchtstation des Oka-Naturschutzgebiets wurden 3 einjährige Küken, die im Vorjahr geboren wurden, im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen in die freie Wildbahn entlassen.
Dank der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen dem Oka-Naturschutzgebiet und VNII Ekologija wurde zudem eine Pilotexpedition nach Jakutien durchgeführt, um Eier des Nonnenkranichs aus der freien Natur zu sammeln. Ziel war es, die genetische Vielfalt der Volierenpopulation in der Zuchtstation für seltene Kranicharten des Oka-Naturschutzgebiets zu bereichern. Im Ergebnis der Expedition konnten 3 Eier aus der Wildnis gesammelt werden, aus denen 2 Küken schlüpften, von denen jedoch nur eines überlebensfähig war. Diese Erfahrung verdeutlicht, wie komplex der Prozess der Wiedereinführung (Reintroduction) seltener und vom Aussterben bedrohter Arten ist.
Ein weiteres bedeutendes Vorhaben für 2021 war die Organisation eines alternativen Überwinterungsplatzes für den Nonnenkranich in Usbekistan. Diese Maßnahme erwies sich jedoch als nicht durchführbar, da Feldarbeiten im Grenzgebiet zwischen Usbekistan und Afghanistan erforderlich gewesen wären. Dort herrschte aufgrund der Machtübernahme der in der Russischen Föderation verbotenen Taliban-Bewegung in Afghanistan eine schwierige militärpolitische Lage. Daher wurde beschlossen, die geplanten Arbeiten bis zur Stabilisierung der Situation aufzuschieben. Die bereitgestellten Mittel sollen stattdessen für genetische Untersuchungen der Volieren- und Wildpopulationen des Nonnenkranichs verwendet werden.