Die Erhaltung der biologischen Vielfalt wird zu einem integralen Bestandteil der Strategie für nachhaltige Entwicklung großer Industrieunternehmen. Der Übergang von der bloßen Einhaltung von Umweltnormen zum proaktiven Schutz von Ökosystemen zeigt die Reife der Unternehmensführung. Im Rahmen des Webinars analysiert Michail Besumow, Vertreter der JSC Zarubezhneft, die langjährige Erfahrung des Unternehmens bei der Umsetzung von Programmen zur Erhaltung der Artenvielfalt in verschiedenen Präsenzregionen – von Orenburg bis Kamtschatka.
Der Referent zeigt am Beispiel mehrerer Schlüsselprojekte, wie die systematische Arbeit zum Schutz seltener Arten und zur Erhaltung von Ökosystemen aufgebaut wird. Ein wichtiger Meilenstein war die Unterzeichnung eines Abkommens mit dem Umweltministerium im Jahr 2019, das den Beginn der umfassenden Umweltinitiativen des Unternehmens markierte.
Eines der wegweisenden Projekte war das Programm zur Erhaltung der Population des Sibirischen Kranichs, das gemeinsam mit dem Oka-Naturreservat und dem Forschungsinstitut für Ökologie (VNII Ekologiya) durchgeführt wird. In fünf Jahren wurde umfangreiche Arbeit geleistet: von der Entnahme von Eiern aus der freien Wildbahn bis zur Aufzucht und Auswilderung der Küken. Die Beschaffung neuer Ausrüstung, Futtermittel und Tierarzneimittel ermöglichte es, den gesamten Zyklus der Vorbereitung der Vögel auf die Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum sicherzustellen. Der Referent merkt an, dass die Überwachung der ausgewilderten Individuen fortgesetzt wird, was eine Bewertung der Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen ermöglicht.
In der Präsentation wird die Erfahrung der Arbeit in den Präsenzgebieten des Unternehmens detailliert betrachtet. Ursprünglich lag der Fokus auf Leitarten wie dem Zwergschwan und dem wilden Rentier. Das Monitoring mit Wildkameras zeigte jedoch die Notwendigkeit, die Programme anzupassen. So stellte sich beispielsweise heraus, dass das Rentier Gebiete mit menschlicher Präsenz meidet, während Elche, Bären und sogar Vielfraße die Gebiete aktiv erschließen. Die Errichtung biotechnischer Anlagen wie Flöße, Unterstände und Salzlecken ermöglichte es, nicht nur einzelne Arten, sondern das Ökosystem als Ganzes zu unterstützen.
Besonderes Augenmerk wird auf die ökologische Begleitung neuer Projekte gelegt, insbesondere auf Kamtschatka, wo das Unternehmen den Bereich der erneuerbaren Energien ausbaut. Die Durchführung einer ökologischen Hintergrundbewertung vor Beginn der Arbeiten ist zum Standard geworden. Die Zusammenarbeit mit der lokalen wissenschaftlichen Gemeinschaft, einschließlich der Russischen Geographischen Gesellschaft und des Pazifischen Instituts, gewährleistet die wissenschaftliche Fundierung der Maßnahmen und die Offenheit der Daten für die Forschung.
Zur Systematisierung der Arbeit wurde 2024 eine interne Richtlinie zur Durchführung der ökologischen Hintergrundbewertung und der anschließenden ökologischen Begleitung entwickelt und genehmigt. Nun führt das Unternehmen bei jedem neuen Projekt eine Bewertung des aktuellen Umweltzustands durch, um sicherzustellen, dass keine negativen Auswirkungen entstehen, und um eine Verbesserung der Umweltsituation anzustreben.
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