Angesichts veränderter Logistik und Wirtschaftsbeziehungen hat die Nachhaltigkeitsagenda (ESG) einen ernsthaften Stresstest bestanden. Wie der Sprecher anmerkt, sind ökologische, Governance- und soziale Initiativen trotz der Krisenphänomene nicht nur erhalten geblieben, sondern von der Phase ehrgeiziger Erklärungen zur praktischen Umsetzung übergegangen. Insbesondere konzentriert sich die Klimaagenda auf die Festlegung von Methoden und Ressourcen zur Erreichung der CO2-Neutralität, während in Russland aktiv ein rechtlicher Rahmen für Kohlenstoffmärkte und eine obligatorische Berichterstattung geschaffen wird.
Elena Belova analysiert detailliert die Erfahrungen Moskaus bei der Bewertung der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). In Zusammenarbeit mit der OECD wurde ein Pilotprojekt durchgeführt, das es ermöglichte, internationale Indikatoren an die städtischen Gegebenheiten anzupassen. Den Ergebnissen der Studie zufolge hat Moskau sechs SDGs vollständig erreicht und damit die Durchschnittswerte der OECD-Länder übertroffen. Bereiche wie die Ökologie erfordern jedoch weitere Arbeit, was für eine große Metropole natürlich ist.
Eine zentrale Herausforderung für die Stadt ist die Einbindung der Wirtschaft in die ESG-Agenda. Der Sprecher zeigt am Beispiel des in Entwicklung befindlichen Zertifizierungssystems für Unternehmen, wie die Stadt plant, Unternehmer zu stimulieren. Es ist vorgesehen, dass zertifizierte Unternehmen Unterstützungsmaßnahmen – Steuervergünstigungen, Subventionen und zinsgünstige Kredite – zu günstigeren Bedingungen erhalten können. Dies ist für die Stadt von Vorteil, da es die Entwicklung umweltfreundlicher und sozial verantwortlicher Unternehmen fördert.
Der Vortrag befasst sich ausführlich mit der Beteiligung der Bürger an der nachhaltigen Entwicklung. Obwohl das Investitionsportal Moskaus auf Unternehmen ausgerichtet ist, stammen etwa 60 % der Vorschläge zur Verbesserung der Situation in der Stadt von normalen Einwohnern. Dies zeugt von einem hohen gesellschaftlichen Interesse an ökologischen und sozialen Fragen, erfordert jedoch weitere Aufklärungsarbeit über praktische Schritte wie Mülltrennung oder Ressourcenschonung.
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