Derzeit richten die meisten Unternehmen der Bergbau- und Metallurgiebranche eigene freiwillige und professionelle Rettungsdienste ein. Das Vorhandensein dieser Strukturen in einer Organisation setzt die Einhaltung strenger Anforderungen an das Personal sowie an die spezielle Rettungsausrüstung voraus. Eine spezielle Ausrüstung zu besitzen bedeutet jedoch nicht nur, sie bestimmungsgemäß zu verwenden, sondern sie auch korrekt, qualitativ hochwertig und rechtzeitig zu warten. Oft wird die Wartung von Rettungsausrüstung, wie z. B. Beatmungsgeräten GS-10, GS-11 oder Atemschutzgeräten verschiedener Typen, vertraglich an externe Dienstleister vergeben. Betrachten wir die Risiken, die bei der Vergabe an externe Organisationen entstehen, sowie die Vorteile einer eigenen Basis oder Wartungsstation für Atemschutz- und Beatmungsgeräte direkt im Unternehmen.
Pressluftatmer sind komplexe Geräte, die eine regelmäßige technische Wartung erfordern. Ohne eine spezialisierte Wartungsstation steigt das Risiko von Fehlfunktionen oder unsachgemäßer Verwendung, was in Notsituationen zu Verletzungen oder sogar zum Tod führen kann. Wenn hingegen eine spezialisierte Station vorhanden ist, werden alle Geräte regelmäßig überprüft und gewartet, was das Risiko von Defekten verringert.
Risiko der externen Abhängigkeit: Ohne eine eigene Atemschutzwerkstatt muss sich das Unternehmen für die Wartung seiner Ausrüstung auf externe Strukturen verlassen. Dies verlängert potenziell die Reaktionszeit im Falle eines Unfalls und macht das Unternehmen anfällig für Veränderungen im externen Umfeld. Die Einrichtung einer spezialisierten Station ermöglicht die volle Kontrolle über den Wartungsprozess und Flexibilität bei der Reaktion auf Vorfälle.
Mangelnde Kontrolle über die Wartungsqualität: Die Einrichtung einer spezialisierten Station bietet die Möglichkeit, die Qualität der Gerätewartung zu kontrollieren und gibt Sicherheit hinsichtlich deren Zuverlässigkeit und Sicherheit.
Verringerung der operativen Schnelligkeit und Effizienz: Eine spezialisierte Station gewährleistet die schnelle Wartung der Geräte im Falle von Defekten, was die Kontinuität und Effektivität der Rettungsarbeiten sicherstellt.
Erhöhtes Unfallrisiko bei Rettungseinsätzen: Ohne eine spezialisierte Station zur Wartung von Atemschutzgeräten steigt die Wahrscheinlichkeit technischer Defekte während Bränden und anderen Notsituationen. Eine rechtzeitige Wartung und Prüfung der Geräte verringert dieses Risiko.
Minderung der Effektivität von Rettungsarbeiten: Defekte Atemschutzgeräte können die Effektivität von Rettungsarbeiten erheblich einschränken und die Reaktionszeit bei Unfällen verlängern. Eine eigene Wartungsstation gewährleistet deren Zuverlässigkeit und ermöglicht schnelle Reparaturen und Instandhaltungen.
Unzureichende Personalschulung: Die Verwendung von Pressluftatmern erfordert eine spezielle Ausbildung. Ohne eine spezialisierte Station besteht möglicherweise nicht die Möglichkeit, das gesamte Personal in den Regeln für den Umgang mit diesen Geräten zu schulen. Bei Vorhandensein einer Station können jedoch regelmäßige Trainings und Kompetenzprüfungen für das gesamte Personal organisiert werden.
Risiko erhöhter Erkrankungsraten beim Personal: Eine unregelmäßige oder minderwertige Wartung von Atemschutzgeräten kann das Risiko von Berufskrankheiten bei Rettungskräften erhöhen. Die Organisation einer speziellen Station ermöglicht eine regelmäßige Diagnose und beugt Gesundheitsproblemen der Mitarbeiter vor, was deren langfristige Arbeitsfähigkeit sichert.
Risiko von Reputationsschäden für das Unternehmen: Eine spezialisierte Wartungsstation für Atemschutzgeräte im Unternehmen unterstreicht dessen verantwortungsvollen HSE-Ansatz und die Sorge um die Mitarbeiter, was sich positiv auf das Image des Unternehmens auswirkt.
Zusätzliche wirtschaftliche Kosten: Die ständige Inanspruchnahme externer Dienstleister für die Gerätewartung kann zu hohen Kosten führen. Zudem ist ein Reservebestand erforderlich, um Geräte während der externen Wartung zu ersetzen. Ein eigener Dienst ermöglicht es, diese Kosten zu senken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einrichtung einer Wartungsstation für spezialisierte persönliche Schutzausrüstung nicht so kompliziert und kostspielig ist, wie viele bei der ersten Beschäftigung mit diesem Thema vermuten mögen.
Im Wesentlichen umfasst diese Maßnahme zwei Hauptbereiche: Erstens die Schaffung der Station (Wartungsort). Hierfür ist ein 40-Fuß-Seecontainer bestens geeignet, der zudem die Anforderung erfüllt, dass die Station in einem freistehenden Gebäude (Raum) untergebracht sein muss.
Der zweite Bereich umfasst die Schulung des Personals in Wartungsregeln und -methoden. Solche Schulungen werden problemlos von spezialisierten Bildungszentren durchgeführt.
Insgesamt lassen sich alle Maßnahmen zur Wartung von Atemschutzgeräten mit den Pflichten der Mitglieder des HSE-Rettungsteams im Unternehmen kombinieren. Dies hat einen erheblichen wirtschaftlichen Effekt und erhöht vor allem die Zuverlässigkeit und Bereitschaft zur Bewältigung von Notsituationen.