Im Jahr 1815 war ganz Europa von Napoleons Rückkehr in Angst versetzt. Die Londoner Börse bebte – alle warteten gespannt auf den Ausgang der entscheidenden Schlacht bei Waterloo zwischen den Armeen von Napoleon und Wellington. Zu Beginn der Schlacht schien es den Beobachtern, als würde Napoleon gewinnen, was umgehend nach London gemeldet wurde. Doch das preußische Korps unter Blücher eilte zu Hilfe und entschied den Kampf zugunsten der Alliierten; Napoleon floh. Währenddessen verfügte Nathan Rothschild, der Begründer des englischen Zweigs der Rothschilds, über einen Stab von Spionen, die den Truppen auf Schritt und Tritt folgten und ihrem Herrn sofort Berichte über alle wichtigen Ereignisse per Brieftaube schickten. Die letzten Tauben mit verschlüsselten Anweisungen an den Beinen wurden unmittelbar nach der Schlacht losgeschickt. Am nächsten Morgen erschien Nathan Rothschild an der Londoner Börse. Er war der Einzige in London, der sicher von Napoleons Niederlage wusste. Alle anderen Börsenhändler begannen sofort mit dem massenhaften Verkauf ihrer Aktien, da sie glaubten, die Engländer hätten die Schlacht verloren. Die Wertpapiere fielen von Minute zu Minute im Preis, während Rothschilds Mittelsmänner sie heimlich und eilig aufkauften. Dass Napoleon die Schlacht verloren hatte, erfuhr man an der Börse erst einen Tag später. Nathan verdiente an einem einzigen Tag 40 Millionen Pfund Sterling und erlangte die Kontrolle über einen großen Teil der britischen Wirtschaft. So entstand der berühmte Satz: „Wer die Information besitzt, beherrscht die Welt.“
In diesem Bewusstsein haben wir „Molniya“ entwickelt – ein Instrument zur schnellen Information der Mitarbeiter über technisch bedingte Vorfälle in Industriebetrieben. „Molniya“ ist ein Informationsblatt, das eine kurze Beschreibung des Ereignisses, Informationen über die nach dem Vorfall ergriffenen Maßnahmen sowie operative Schritte zur Vermeidung ähnlicher Ereignisse enthält. „Molniya“ wird an alle Struktureinheiten des Werks versandt, damit jeder, vom Leiter bis zum Arbeiter, das Risiko eines solchen Vorfalls in seinem Bereich einschätzen und so schnell wie möglich die notwendigen Sofortmaßnahmen ergreifen kann, um eine Wiederholung solcher Vorfälle in der Zukunft zu verhindern.
Der Versand von „Molniya“ erfolgt über ein automatisiertes System. Bevor der Mitarbeiter die „Molniya“ liest, erfolgt eine obligatorische Foto-Identifikation durch das System; erst danach kann er das Dokument einsehen. Die Vorteile dieser Methode sind: