Jeden Morgen putzen wir uns die Zähne, kochen Kaffee, gehen zur Arbeit — auf Autopilot, ohne nachzudenken.
Solche Handlungen sparen dem Gehirn Energie. Das ist nützlich.
Aber in der Produktion kann Automatismus tödlich sein. Besonders, wenn es um HSE geht.
Warum werden Gewohnheiten gefährlich?
Das Gehirn ist darauf ausgelegt, Verhalten zu optimieren. Wenn eine Person jahrelang mit derselben Ausrüstung arbeitet, verankern sich Routen und Handlungen im Unterbewusstsein.
Darin liegt das Problem:
Man nimmt nicht mehr bewusst wahr, was man tut.
Und das bedeutet — man merkt nicht, dass man Regeln bricht.
Beispiel:
Was kann man dagegen tun? Umlernen durch Ankerhandlungen und Reframing von Gewohnheiten.
Werkzeug 1: Der „Rote Punkt“ — ein visueller Anker
Wie man es einführt:
Effekt: Jedes Mal, wenn der Mitarbeiter die Markierung sieht, trifft er eine bewusste Entscheidung, anstatt mechanisch zu handeln.
Werkzeug 2: Die „Erste Minute“ — ein Ritual zur Aktivierung der Achtsamkeit
Wie man es einführt:
Das ist keine Kontrolle, das ist ein Neustart der Aufmerksamkeit.
Effekt: Das Ritual etabliert sich als Gewohnheit und reduziert die Anzahl der Verstöße.
Werkzeug 3: „Erwisch dich selbst“ — eine Challenge zur Erkennung von Automatismen
Wie man es einführt:
Effekt: Bewusstwerdung → der erste Schritt zum Umlernen.
Werkzeug 4: Reframing von Gewohnheiten — Ersatz einer gefährlichen Handlung
Wie man es einführt:
Effekt: Die alte Gewohnheit wird durch eine neue verdrängt und nicht einfach nur blockiert.
Werkzeug 5: Das „Schichtende-Ritual“
Wie man es einführt:
Effekt: Die Gewohnheit der Selbstreflexion verringert Selbstüberschätzung und erhöht das Engagement.
Eine Gewohnheit ist kein Feind. Aber eine gefährliche Gewohnheit ist eine tickende Zeitbombe.
Verlassen Sie sich nicht nur auf Wissen — arbeiten Sie mit Automatismen.
Einfache Anker, Rituale und Reframing — genau das sind die Werkzeuge zur Risikominderung.