Ein moderner Ansatz für Arbeitsschutz und Anlagensicherheit ist untrennbar mit dem Umweltschutz verbunden. Für große Industrieunternehmen wird die Minimierung negativer Auswirkungen auf Ökosysteme nicht nur zu einer gesetzlichen Anforderung, sondern zu einer bewussten Strategie eines sozial orientierten Unternehmens. In diesem Webinar erläutert Maria Golovneva, Hauptspezialistin der Abteilung für HSE der JSC Zarubezhneft, ausführlich die praktischen Erfahrungen des Unternehmens bei der Umsetzung groß angelegter Projekte zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Russland.
Einer der Schwerpunkte des Umweltprogramms des Unternehmens war die Unterstützung der westsibirischen Population des Nonnenkranichs (Sibirischer Kranich), deren Zahl auf kritische 20 Individuen gesunken war. Die Referentin zeigt am Beispiel der Zusammenarbeit mit dem staatlichen Naturschutzgebiet Oka, wie sich eine Unternehmensinitiative von der grundlegenden Verwaltung zu einer umfassenden Arbeit entwickelt hat.
Während der Projektumsetzung wurden grundlegende infrastrukturelle Probleme der Aufzuchtstation gelöst: Das Wasserversorgungssystem wurde wiederhergestellt, der multifunktionale Komplex renoviert und ein Wintergehege mit Fußbodenheizung eingerichtet. Dies ermöglichte die Schaffung stabiler Bedingungen für die Zucht seltener Vögel. Darüber hinaus weist die Referentin auf die Bedeutung von Expeditionen nach Jakutien zur Sammlung von genetischem Material hin, was sich direkt auf die erfolgreiche Bildung einer Reservepopulation und die anschließende Auswilderung von mit GPS-Sendern ausgestatteten Küken in die freie Wildbahn auswirkt.
Der zweite Teil der Präsentation widmet sich der Arbeit der Tochtergesellschaft auf dem Kharyaga-Feld im Autonomen Kreis der Nenzen. Als Flaggschiff-Art für das Monitoring wurde hier das wilde Rentier ausgewählt, dessen Population unter Wilderei und der Veränderung des Lebensraums leidet.
Der Vortrag beleuchtet detailliert den Mechanismus der Feldstudien: von terrestrischen Routen und hochauflösenden Satellitenbildern bis hin zu Plänen für die GPS-Markierung von Individuen. Die Referentin betont, dass für eine echte Erholung der Rentierpopulation (mit einem Wachstumspotenzial auf bis zu 3000 Individuen in 10-15 Jahren) eine systematische Bekämpfung der Wilderei erforderlich ist. Als optimale Lösung erarbeitet das Unternehmen eine Initiative zur Schaffung eines neuen föderalen Naturschutzgebiets an der Grenze dreier Regionen, das auch Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung schaffen wird.
Neben großen Investitionsprojekten ist das Corporate Volunteering ein wichtiges Element der Umweltkultur. Das Unternehmen hat die Teilnahme der Mitarbeiter an Umweltaktionen geregelt und stellt ihnen die notwendige Arbeitskleidung und Schutzausrüstung zur Verfügung. Die Teilnahme an der Reinigung von Flussufern, der Abfallsammlung in Naturgebieten und Kunststoffrecyclingprojekten fördert ein nachhaltiges ökologisches Denken innerhalb der Belegschaft.
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