Abfälle aus der Untergrundnutzung. Ökologen vs. Geologen

Fallstudie
18 Dezember 2025 🇷🇺 Originalsprache: русский

Die neue Realität im Umgang mit Gesteinen

Die Einführung des Begriffs „Abfälle aus der Untergrundnutzung“ in die Gesetzgebung hat die Landschaft der Umweltnormierung für Bergbauunternehmen erheblich verändert. Lange Zeit gab es in der Branche Diskussionen über den Status von Abraum, und die Einführung entsprechender Änderungen im Untergrundgesetz sollte die Arbeit vereinfachen. In der Praxis entstand jedoch eine komplexe Schnittmenge zweier Regelwerke: des Umweltrechts (Föderales Gesetz Nr. 89 „Über Produktions- und Konsumabfälle“) und des Geologierechts (Gesetz der Russischen Föderation „Über den Untergrund“). In seinem Vortrag analysiert Anton Turtanov detailliert, wie diese Änderungen die tägliche Arbeit der Unternehmen beeinflussen und warum ein und dasselbe Gesteinsvolumen eine doppelte Erfassung erfordern kann.

Algorithmus zur Bestimmung des Abfallstatus

Der Referent zeigt anhand eines logischen Schemas, dass jedes bei der Gewinnung von Bodenschätzen geförderte Gestein standardmäßig als Abfall aus der Untergrundnutzung gilt. Das weitere Schicksal dieses Materials hängt jedoch von mehreren kritischen Faktoren ab, die bestimmen, ob es einen zweiten Status erhält – den des Produktions- und Konsumabfalls.

Abraum- und Nebengestein

Für Abraum ist ein besonderer Weg vorgesehen. Er bleibt ausschließlich Abfall aus der Untergrundnutzung (was das Unternehmen von einem Teil der Umweltberichterstattung und den Gebühren für negative Umweltauswirkungen befreit), jedoch nur bei strikter Einhaltung einer Reihe von Bedingungen:

  • Lagerort: Das Gestein muss strikt innerhalb der Grenzen des zugewiesenen Untergrundabschnitts gelagert werden. Ein Überschreiten dieser Grenzen verleiht ihm automatisch den Status eines Produktionsabfalls.
  • Projektdokumentation: Die Verwendung von Abraum muss von vornherein in den technischen Projekten zur Erschließung der Lagerstätte festgelegt sein. Fehlt ein solcher Hinweis, gilt das Material als unbrauchbar und geht in die Kategorie der Produktionsabfälle über.
  • Zweckgebundene Verwendung: Der Gesetzgeber hat die Nutzungsmöglichkeiten von Abraum auf eine geschlossene Liste von sieben Positionen beschränkt (hauptsächlich für interne Bergbauarbeiten und Rekultivierung). Jede Abweichung von dieser Liste führt zu einer Statusänderung.
  • Einhaltung von Fristen und Mengen: Die Nichteinhaltung der im technischen Projekt festgelegten Nutzungspläne oder der Ablauf der Lizenz führt ebenfalls zu einem Doppelstatus.

Aufbereitungsabgänge und sonstige Abfälle

Der Referent widmet Abfällen, die kein Abraum sind (Aufbereitungsabgänge, Bohrschlämme), besondere Aufmerksamkeit. Für sie legt die Gesetzgebung strengere Rahmenbedingungen fest. Standardmäßig erhalten sie sofort einen Doppelstatus: sowohl als Abfälle aus der Untergrundnutzung als auch als Produktions- und Konsumabfälle. Ihre Nutzungsmöglichkeiten sind äußerst begrenzt: Für Abfälle der Gefahrenklasse V sind nur vier Verwendungsarten vorgesehen, für die übrigen Klassen nur eine (Nutzung zur Gewinnung von Bodenschätzen).

Risikomanagement bei der doppelten Erfassung

Das Verständnis dieses komplexen Klassifizierungssystems ist für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Ein Fehler bei der Identifizierung des Abfallstatus führt zu Verstößen in der Umweltberichterstattung, zur falschen Berechnung von Grenzwerten und zu Strafen für die Nichtzahlung von Gebühren für negative Umweltauswirkungen. Wie der Referent betont, ist es zur Gewährleistung eines nachhaltigen Betriebs des Unternehmens erforderlich, die Erfüllung der Anforderungen beider Gesetzgebungsarten zu synchronisieren und die Bewegung jeder Tonne geförderten Gesteins in Übereinstimmung mit den genehmigten technischen Projekten sorgfältig zu überwachen.

Was Sie in diesem Webinar lernen werden:

  • In welchen Fällen wird Abraum als Produktionsabfall anerkannt und erfordert Umweltabgaben?
  • Wie beeinflusst der Lagerort des geförderten Gesteins seinen rechtlichen Status?
  • Welche Einschränkungen gibt es für die Verwendung von Aufbereitungsabgängen und Bohrschlämmen?
  • Wie werden Abfälle aus der Untergrundnutzung in der technischen und ökologischen Dokumentation des Unternehmens richtig ausgewiesen?
  • Welche Verstöße gegen das technische Projekt ändern automatisch den Status von Gesteinen?
Für Pro- und VIP-Mitglieder
Strukturierte Zusammenfassung mit Budget, Zeitplan, Team und Werkzeugen.
Tarif wählen

600+ Fälle und Praktiken

Entdecken Sie die vollständige Bibliothek bewährter Praktiken der Arbeitssicherheit

Zur Bibliothek
Wir verwenden Cookies für eine bessere Nutzung · Cookie-Hinweis

Werden Sie Teil der Führungskräfte

14,000+ Fachleute · 128+ Länder

1
Kontakte
2
Profil

Registrierung

Erzählen Sie uns von sich

Pflichtfeld
Pflichtfeld
Gültige E-Mail eingeben
Ungültige Nummer

Registrierung

Berufliche Daten

Pflichtfeld
Pflichtfeld
Pflichtfeld

Bitte stimmen Sie dem Newsletter-Empfang zu. Dies verbessert Ihre Plattform-Erfahrung erheblich.

Registrierung abgeschlossen

Wir haben die Zugangsdaten an Ihre E-Mail gesendet. Verwenden Sie das erhaltene Passwort zum Anmelden.

Keine E-Mail erhalten?
Prüfen Sie den Spam-Ordner
Bereits ein Konto? Anmelden · Passwort vergessen?

Willkommen!

Sie haben sich erfolgreich angemeldet.

Passwort wiederherstellen

E-Mail zur Wiederherstellung eingeben

Gültige E-Mail eingeben

Link gesendet

Ein Link zum Zurücksetzen des Passworts wurde an Ihre E-Mail gesendet. Der Link ist 1 Stunde gültig.

Keine E-Mail erhalten?
Prüfen Sie den Spam-Ordner
Passwort erinnert? Anmelden · Registrieren