Die Gewährleistung der Sicherheit in einem Lager mit intensivem Fahrzeugverkehr und Hochregallagerung erfordert den Übergang von allgemeinen Anweisungen zu konkreten technischen und organisatorischen Maßnahmen. Unter den Bedingungen ständiger Warenbewegungen sind herabfallende Gegenstände aus der Höhe, das Anfahren von Fußgängern und die Beschädigung von Regalstrukturen die Hauptrisiken. Der Vortrag beleuchtet detailliert die praktischen Erfahrungen bei der Umsetzung gezielter Lösungen, die es ermöglichten, die Anzahl schwerer Vorfälle im Lagerkomplex auf null zu reduzieren.
Der Referent erläutert einen umfassenden Ansatz zur Vermeidung herabfallender Lasten, beginnend mit der Anpassung der Ausrüstung. Für den sicheren Transport schwerer Gussformen wurden Änderungen an der Konstruktion der Gabelstaplerzinken vorgenommen – es wurden Löcher für Einstellschrauben hinzugefügt, wodurch ungewöhnliche Lasten während des Transports sicher fixiert werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Qualität der Verpackungsmaterialien gelegt: Die Verwendung von Stretchfolie mit einer äußeren Klebeschicht ist unzulässig, da beim Entnehmen einer Palette die benachbarte mitgezogen werden könnte. Außerdem wurde eine strikte Regel eingeführt, dass sich absolut keine Personen im Arbeitsbereich von Flurförderzeugen für große Höhen aufhalten dürfen. Für die genaue Positionierung der Gabeln in den oberen Ebenen werden Videokameras an den Masten der Schubmaststapler eingesetzt.
Um das Risiko von Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Personen zu minimieren, wurden Vorfahrtsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen überarbeitet. Eine softwareseitige Begrenzung der Geschwindigkeit von Gabelstaplern von 22 auf 11 km/h ermöglichte es, die Schwere potenzieller Vorfälle ohne Leistungseinbußen zu verringern. Der Referent zeigt an einem Beispiel, wie die Vergrößerung des Abstands zwischen den Regalen (40 cm Spielraum statt der normativen 15 cm) den Fahrern den nötigen Manövrierraum gibt und ein versehentliches Hängenbleiben an den Konstruktionen ausschließt. Für tote Winkel werden sphärische Spiegel verwendet, deren Montageorte individuell unter Berücksichtigung der Fahrkurve der Fahrzeuge mit angehobener Last festgelegt werden.
Der menschliche Faktor bleibt eine häufige Ursache für Infrastrukturschäden. Das Webinar zeigt, wie die Einführung von Telemedizin für Untersuchungen vor Fahrtantritt es ermöglicht, gesundheitliche Auffälligkeiten bei Fahrern (z. B. verborgenes Unwohlsein oder Restalkohol) schnell zu erkennen und sie vom Führen von Fahrzeugen auszuschließen. Zusätzlich werden zur Mitarbeiterschulung kurze, gezielte Videolektionen eingesetzt, die über Unternehmens-Messenger verschickt werden. Diese demonstrieren anschaulich die richtigen Algorithmen zum Greifen spezifischer Rohstoffe und regeln die Bereiche für akustische Signale.
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