In der modernen Industrie stößt die Umweltsicherheit oft auf ein ernsthaftes Hindernis: mangelndes Wissen und Gleichgültigkeit des Linienpersonals. Die Mitarbeiter sind sich nicht immer bewusst, wie ein lokaler Verstoß gegen die Abfallwirtschaftsvorschriften zu weitreichenden Folgen und Geldstrafen für das Unternehmen führen kann. In diesem Webinar analysiert Elena Fursova, Umweltschutzspezialistin bei der JSC Arnest, einen praktischen Fall, wie die Einstellung der Mitarbeiter zur Umwelt durch den Aufbau einer systematischen internen Schulung verändert werden kann.
Als ersten Schritt zur Veränderung der Unternehmenskultur nennt die Referentin ein Audit des aktuellen Wissensstands des Personals. Zu diesem Zweck verwendet das Unternehmen spezielle Fragebögen, mit denen nicht nur das Verständnis für Umweltrisiken, sondern auch die Einstellung der Mitarbeiter zu diesem Thema ermittelt werden kann. Dies ist notwendig, um das zukünftige Programm an die Besonderheiten der jeweiligen Produktion anzupassen – in diesem Fall an ein Unternehmen der dritten Kategorie für negative Umweltauswirkungen mit stationären Emissionsquellen und spezifischen Abfällen.
Der Vortrag geht detailliert auf den Mechanismus der Kaskadenschulung ein. Das Unternehmen nutzt ein Modell zur Ausbildung interner Trainer unter Einbeziehung externer Experten. Anschließend schulen diese Trainer das gesamte Personal, wobei die Programme differenziert sind: Führungskräfte und Werkstattmitarbeiter erhalten Informationen, die für ihren Verantwortungsbereich relevant sind. Die Referentin zeigt an einem Beispiel, wie theoretisches Wissen durch anschauliche Instrumente untermauert wird – vom Einsatz von Luminometern zur Demonstration versteckter Verunreinigungen bis hin zur Einführung klarer Schemata und Pässe für jede Abfallart in den Produktionsbereichen.
Besonderes Augenmerk wird auf den Umgang mit dem Hauptrisiko jeder Schulung gelegt: einem formalen Ansatz und mangelnder Motivation. Elena betont, dass es ineffektiv ist, die Einstellung "das ist unwichtig und unnötig" ausschließlich mit Vorträgen zu bekämpfen. Die wichtigste Erkenntnis liegt in der Kombination von Aufklärungsarbeit und Ergonomie am Arbeitsplatz: Es müssen Bedingungen geschaffen werden (z. B. durch visuelle und farbliche Kennzeichnung von Abfallsammelstellen), unter denen es für den Mitarbeiter physisch schwierig wird, gegen Umweltvorschriften zu verstoßen.
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