Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung an Autobahntankstellen ist eine große Herausforderung für die Mineralölbranche. Der Referent analysiert die Situation am Beispiel der Anlagen von „LUKOIL-Jugnefteprodukt“ entlang von Bundesstraßen. Die Entfernung zu Siedlungen, das tiefe Grundwasser und strenge Anforderungen an Wasserschutzgebiete (aufgrund des Umgangs mit Mineralölprodukten) machen das Bohren von artesischen Brunnen unmöglich. Infolgedessen tragen die Unternehmen enorme Kosten für die Anlieferung von Trink- und Brauchwasser sowie für die Entsorgung von flüssigen Haushaltsabfällen, deren Volumen an großen Tankstellen tausend Kubikmeter pro Monat übersteigt.
In der Präsentation wird der Auswahlprozess der optimalen Abwasserreinigungstechnologie detailliert betrachtet. Traditionelle Methoden erwiesen sich unter den spezifischen Bedingungen von Tankstellen als ineffektiv:
Daher wurde ein strenges technisches Anforderungsprofil erstellt: Das System muss autonom und reagenzienfrei sein sowie eine Wasserqualität gewährleisten, die für die Nutzung im Kreislaufwassersystem (Spülkästen, Geländereinigung, Auffüllen von Löschwasserbehältern) geeignet ist.
Der Referent zeigt am Beispiel eines Pilotprojekts, das gemeinsam mit Entwicklern aus Sewastopol realisiert wurde, wie ein einzigartiger Komplex zur Tiefenreinigung geschaffen werden konnte. Die in einem 20-Fuß-Seecontainer untergebrachte Anlage basiert auf Methoden der elektrochemischen Koagulation und Destruktion. Wichtige Errungenschaften:
Die Einführung des Kreislaufwasserversorgungssystems ermöglicht es, die Kosten für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung um 80 – 90 % zu senken. Das Projekt gilt als kommerziell erfolgreich mit einer Amortisationszeit von weniger als 10 Jahren. Zukünftig ist die Ausweitung der Technologie auf andere Anlagen und die Weiterentwicklung des Systems zur Entsorgung des anfallenden Schlamms geplant (Überführung von der 4. in die 5. Gefahrenklasse durch Kristallisation zu Sand).
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