Jetzt produktiver und ohne Bürokratie: Wie sich der Linienrundgang bei EVRAZ verändert hat
Die Transformation des HSE-Managementsystems in einigen Werkstätten ist bereits zur Hälfte abgeschlossen. Fast alle Mitarbeiter haben die Veränderungen gespürt. Die Schichtleiter nutzen nun ständig neue Arbeitsformen. Wir wollten uns selbst davon überzeugen und begleiteten einen Schichtleiter bei seinem Linienrundgang.
Bereich der Werkstatt Nr. 2. Wir lernen einen Stahlgießer kennen. Heute arbeitet er in der Halle, in der Pfannen für die Aufnahme von Stahl aus dem Konverter vorbereitet werden. In diesem Bereich gibt es viele bewegliche Mechanismen: Kräne, Stahlwagen, Transferwagen. Zudem wird Gas zum Vorwärmen der Pfannen verwendet. Es besteht die Gefahr herabfallender Schlacken- und Metallkrusten. Daher wird der Sicherheit am Arbeitsplatz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Sie steht nicht nur im Fokus des Arbeiters selbst, sondern auch seines Schichtleiters. Heute ist Montag – laut Plan steht eine gezielte Überprüfung der Schutzeinrichtungen an. Das bedeutet, dass die Absperrungen im Mittelpunkt stehen.
Als Ergebnis des Rundgangs haben wir drei Mängel auf dem Gelände festgestellt; der Schichtleiter zückt sein Telefon, um die Defekte zu dokumentieren.
Schnelligkeit ist gefragt
In jeder Schicht führt der Schichtleiter einen Linienrundgang durch. Gemeinsam mit den Mitarbeitern bewertet er die Gefahren und Risiken an ihren Arbeitsplätzen. Früher hielten die Schichtleiter alle Anmerkungen in einem Papierjournal fest. Sie legten den Verantwortlichen für die Behebung fest, erstellten einen Auftrag, telefonierten und trafen Absprachen. Jetzt erfassen wir alles in der App "Ochota na riski". Wir weisen den Verantwortlichen sofort zu. Dieser erhält innerhalb weniger Minuten eine E-Mail-Benachrichtigung darüber.
Die Ergebnisse sind bereits beeindruckend. Erstens ist es die Schnelligkeit – die Zeit zur Behebung von Verstößen wird verkürzt. Zweitens wird auch die Arbeit des Schichtleiters transparent: Im System sind alle Verstöße und deren Behebung klar ersichtlich.
Jetzt erfasst der Schichtleiter Risiken ebenfalls über die mobile App. Im Durchschnitt beträgt die Reaktionszeit auf einen Verstoß in der Werkstatt 1,7 Tage. Das ehrgeizige Ziel ist es, ein Risiko innerhalb von 24 Stunden in Bearbeitung zu nehmen.