Jeder, der auch nur im Entferntesten mit der Produktion zu tun hat, hat schon oft (oder vielleicht auch nicht) die Notrufnummern 🚔🚑🚒 bemerkt, die in Anweisungen, auf Informationstafeln und auf verschiedenen Schildern auf dem Werksgelände angegeben sind. Doch wie oft nutzen wir diese Telefonnummern tatsächlich, und was erwartet uns am anderen Ende der Leitung, wenn wir im Notfall die entscheidenden Ziffern wählen?
Im Zeitalter der flächendeckenden Mobiltelefonie reicht es in der Regel aus, ein Handy griffbereit zu haben, und das Absetzen eines Notrufs ist kein Problem. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es besser ist, die Nummern dieser Dienste im Telefonbuch des Mobilgeräts zu speichern, damit man im Panikfall nicht erst überlegen muss, wie man die Nummer des jeweiligen Dienstes je nach Mobilfunkanbieter wählt.
Es können jedoch auch Situationen auftreten, in denen das Mobiltelefon versagt:
Genau dann kann die Information über die Notrufnummern für Anrufe von einem fest installierten Diensttelefon entscheidend sein.
Nachdem ich etwa ein halbes Jahr an einem neuen Ort gearbeitet hatte, stellte ich während der Untersuchung eines weiteren Vorfalls ohne Folgen meinen Kollegen eine banale und sogar dumme Frage: Wie ruft man eigentlich die Feuerwehr vom Diensttelefon aus an? Und dann ... Zeitlupe 🎥🎬 und, wie man so schön sagt, no comments... Wir fingen an zu raten und prüften nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ alle möglichen Varianten, aber am anderen Ende der Leitung herrschte weiterhin beharrliches Schweigen.
Schließlich stellte sich heraus, dass die Nummer über die „0“ gewählt werden musste – 001, 002, 003. Eine weitere Besonderheit war jedoch, dass nach dem Wählen der Ziffern eine Wartezeit von 5 – 10 Sekunden🕐 erforderlich war, bis das Freizeichen ertönte. Das ist eine ziemlich lange Zeit, um unwissend in die Stille hineinzuhören und auf das Freizeichen zu warten.
Nach dieser interessanten Entdeckung wurden Plakate mit den entsprechenden Informationen erstellt und an Orten mit hohem Mitarbeiteraufkommen ausgehängt. Zudem wurden die Informationen per E-Mail-Verteiler kommuniziert.
Es ist eine lebensnotwendige Maßnahme ☝, regelmäßig (beispielsweise während Brandschutz- oder Notfallübungen) die Notrufnummern zu nutzen und die Erreichbarkeit auf verschiedenen Wegen zu prüfen.