Nach Angaben des Föderalen Dienstes für Arbeit und Beschäftigung wurde das Jahr 2024 von mehr als 45.000 Arbeitsunfällen überschattet – das sind ganze 7 % mehr als im Jahr 2023! Hinter diesen Zahlen verbirgt sich die schwere Last menschlicher Tragödien: zerstörte Leben, Schmerz und die Verzweiflung der Opfer und ihrer Familien. Aber auch die Wirtschaft des Landes spürt diesen Schlag: Die Produktivität sinkt, die Entschädigungszahlungen steigen und die Unternehmen erleiden Verluste.
Da drängen sich unweigerlich Fragen auf: „Was treibt die Menschen in diesen Abgrund von Arbeitsunfällen? Welche fatalen Faktoren führen zu Tragödien am Arbeitsplatz?“
Diese Fragen ließen auch mir keine Ruhe. Also beschloss ich, der Sache auf den Grund zu gehen, bewaffnet mit Mathematik und Statistik, um die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Faktoren im Betrieb und dem Verletzungsrisiko aufzudecken. Dabei kamen alle Instrumente zum Einsatz: vom mühsamen Ranking mithilfe von Pareto-Diagrammen (Verzeihung, aber ohne sie geht es nicht!) bis hin zu raffinierten Korrelations- und Regressionsanalysen unter Verwendung der Student- und Pearson-Kriterien (klingt furchteinflößend, ist aber in Wirklichkeit faszinierend!). Hinzu kamen Mitarbeiterbefragungen (wer kennt die „Schwachstellen“ der Produktion besser als die Belegschaft?), mathematische Modellierung und sogar ein wenig Zukunftsvorhersage (nichts Übernatürliches, einfach nur Prognosen). Ich habe die Untersuchungsberichte von mehr als 1.500 Unfällen förmlich verschlungen! Und wissen Sie was? Meine Bemühungen waren nicht umsonst! Zu folgenden Ergebnissen bin ich gekommen:
Es stellte sich heraus, dass die „Mitarbeiterkategorie“ von sehr großer Bedeutung ist. Je höher die Qualifikation und die Position, desto geringer ist das Risiko, zu den Verunglückten zu gehören.
Die Analyse des Einflusses des „Berufs“ ergab eine direkte und sehr starke Abhängigkeit. Am stärksten gefährdet sind die Arbeiter, die unmittelbar in der Produktion tätig sind.
Die „Berufserfahrung“ wirkt sich genau umgekehrt aus. Je weniger Erfahrung, desto höher das Risiko. Junge Mitarbeiter, die sich in ihrem Beruf noch nicht eingewöhnt haben, geraten aufgrund mangelnden Wissens und fehlender Erfahrung häufiger in Schwierigkeiten. Erfahrene „alte Hasen“ hingegen achten mehr auf Gefahren und gehen verantwortungsbewusster mit dem Thema HSE um.
Der „Wochentag“ hat erstaunlicherweise kaum Einfluss auf das Verletzungsrisiko. Allerdings erwies sich der Mittwoch als etwas gefährlicher als andere Tage. Möglicherweise hängt dies mit der Vorbereitung auf Arbeiten zusammen, die erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und die Ausstellung von Arbeitsfreigaben erfordern.
Die statistische Analyse deckte 6 fatale „Hauptursachen“ auf, die am häufigsten zu Arbeitsunfällen führen: „unzureichende Arbeitsorganisation“, „Verstoß des Mitarbeiters gegen die Arbeitsordnung und -disziplin“, „Verstoß gegen Verkehrsregeln“, „mangelhafter technischer Zustand von Gebäuden, Anlagen und Betriebsgeländen“, „Verstoß gegen den technologischen Prozess“ sowie „unzureichende Instandhaltung und Mängel bei der Arbeitsplatzgestaltung“. Es wurde festgestellt, dass genau diese „sechs Säulen“ der Arbeitsunfälle einen enorm starken Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls haben.
Die praktische Anwendung dieser Daten ist von unschätzbarem Wert! Sie werden Führungskräften und HSE-Experten helfen, Maßnahmen zur Senkung der Unfallzahlen präziser zu planen, der Schulung unerfahrener Mitarbeiter mehr Aufmerksamkeit zu widmen und die Kontrolle über die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bei der Arbeitsausführung zu verstärken.