Der Übergang zur Klimaneutralität und die Einführung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft erfordern von großen Industrieholdings nicht nur Erklärungen, sondern einen tiefgreifenden technologischen Umbau. Die Integration von Klimaprojekten in die Produktionskette wird zu einer natürlichen Entwicklungsphase der Branche, in der Ökologie direkt mit Effizienz und Sicherheit verbunden ist. Im Rahmen des Webinars analysiert Azat Khabibrakhmanov, stellvertretender Generaldirektor für HSE und Ökologie der PJSC Tatneft, detailliert die praktischen Schritte des Unternehmens zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und zur Einführung grüner Technologien.
Einer der Schlüsselbereiche der Dekarbonisierung ist der Umgang mit konzentrierten Treibhausgasemissionen. Der Referent zeigt am Beispiel von Großanlagen, wie ein integrierter Ansatz zur CO2-Abscheidung umgesetzt wird. Für die zuverlässige Isolierung des Gases werden tiefe geologische Horizonte genutzt, die durch dichtes Gestein sicher abgedichtet sind, was eine Rückemission ausschließt.
Parallel dazu wird Kohlendioxid für Methoden zur verbesserten Ölausbeute eingesetzt. Die Injektion von CO2 in terrigene und karbonatische Speichergesteine ermöglicht nicht nur die Neutralisierung des Gases durch die Reaktion mit dem Gestein, sondern auch eine Steigerung der Förderung, was einen Synergieeffekt zwischen Ökologie und Produktion schafft.
Zur Überwachung verteilter Emissionen und zur Kontrolle des Zustands von Produktionsanlagen wurde ein umfassendes System der visuellen Analytik implementiert. Der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs), die mit Wärmebildkameras und Laser-Methandetektoren ausgestattet sind, ermöglicht die schnelle Erkennung von Lecks und technologischen Abweichungen.
Die gesammelten Daten werden mithilfe einer trainierten künstlichen Intelligenz verarbeitet. Das neuronale Netz filtert mit einer Genauigkeit von über 80 % Fehlalarme heraus und identifiziert Verstöße: vom Fehlen persönlicher Schutzausrüstung beim Personal bis hin zum Verschleiß von Ausrüstung. Dies minimiert die Routinebelastung der Disponenten und beschleunigt die Reaktion auf potenzielle Vorfälle.
Der Vortrag befasst sich detailliert mit dem Projekt des vollständigen Recyclings von Altreifen. Anstelle einer einfachen Verarbeitung zu Granulat wird die Pyrolyse-Methode angewendet, die Pyrolysegas, Pyrolysekondensat und einen Kohlenstoffrückstand liefert. Diese Komponenten werden in den Produktionszyklus zurückgeführt, um neue „grüne“ Reifen herzustellen und Hochdruckdampf zu erzeugen, wodurch der CO2-Fußabdruck des Endprodukts fast halbiert wird.
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