Die Gewährleistung des Brandschutzes auf Baustellen, insbesondere unter den Bedingungen des hohen Nordens und bei Anwesenheit einer großen Anzahl von Auftragnehmern, ist eine äußerst wichtige Aufgabe. Statistiken zeigen, dass ein erheblicher Teil der Brände in gefährlichen Produktionsanlagen mit dem Notbetrieb von Stromnetzen und der Verletzung von Vorschriften für elektrische Anlagen zusammenhängt. In seinem Vortrag teilt Konstantin Trufanov, stellvertretender Direktor für Arbeitssicherheit bei ALROSA, praktische Erfahrungen bei der Einführung passiver Systeme zur Früherkennung und Brandbekämpfung, die es ermöglichen, Risiken bei minimalen Kosten zu minimieren.
Der Sprecher analysiert detailliert den Ansatz, der auf der Schaffung von zwei Schutzbarrieren basiert, die im Komplex arbeiten.
Die erste Barriere zielt auf die Früherkennung von Defekten ab. Hierfür werden Thermoindikatoren (Aufkleber) verwendet, die auf die Kontakte der elektrischen Anlagen geklebt werden. Die Substanz in den Zellen des Aufklebers wird bei Erwärmung auf eine bestimmte Temperatur (z. B. über 50-60 Grad) irreversibel schwarz. Dies ermöglicht es, eine anormale Erwärmung, die durch Phasenungleichgewicht, schlechten Kontakt oder Lagerverschleiß verursacht wird, visuell zu erfassen, noch bevor ein Brand oder ein schwerer Ausfall auftritt.
Die zweite Barriere ist der Einsatz autonomer Geräte (Kugeln und Mikrokapseln) direkt an der Ausrüstung und in Bereichen mit erhöhtem Risiko (temporäre Schalttafelbaugruppen, Beleuchtungsmasten, Lager für brennbare Flüssigkeiten). Diese Geräte werden automatisch ausgelöst, wenn eine kritische Temperatur erreicht wird oder sie mit offenem Feuer in Kontakt kommen, wodurch der Brand in einem frühen Stadium lokalisiert wird.
Konstantin zeigt an einem Beispiel, wie das System der Thermoindikatoren dazu beigetragen hat, schwere Unfälle zu verhindern. In einem Fall wurde ein Phasenungleichgewicht an einem Portalkran festgestellt, in einem anderen ein Lagerdefekt, der aufgrund des hohen Lärmpegels in der Werkstatt nicht akustisch erkannt werden konnte. Die rechtzeitige Erkennung von Defekten ermöglichte es, teure Reparaturen und Anlagenstillstände zu vermeiden, was besonders bei niedrigen Temperaturen kritisch ist.
Die Entwicklungspläne für das System umfassen die Integration von Thermoindikatoren in ein Gasanalysesystem. Neue Aufkleber werden bei Erwärmung ein Signalgas abgeben, wodurch Defekte in Echtzeit überwacht werden können, wobei ein Alarmsignal an das Pult des Disponenten und an die mobilen Geräte der Verantwortlichen gesendet wird. Es ist auch geplant, den Einsatz autonomer Löschsysteme in Lagern für brennbare Flüssigkeiten und im Transportwesen (zusätzlich zu den Standardsystemen) zu erweitern.
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