Als ich anfing, mit KI zu arbeiten, überkam mich ein seltsames Gefühl. Ich wusste, dass sie alles kann, aber auf meine einfachen Anfragen lieferte sie oft nur etwas Allgemeines und Unklares. Es fühlte sich an, als würde ich versuchen, eine hochkomplexe Maschine zu bedienen, indem ich einfach mit dem Finger darauf tippe. Frustration und der Gedanke: „Na toll, auch diese Technologie ist nichts für mich.“
Alles änderte sich, als ich aufhörte, einfach nur zu „fragen“, und anfing, eine „Aufgabe zu stellen“. Ich verstand, dass die KI keine Suchmaschine ist, sondern ein neuer Mitarbeiter. Und wie jeder Praktikant braucht sie klare Anweisungen. Ein Mentor brachte mir eine einfache Checkliste mit sechs Punkten bei, die ich jetzt vor jeder Anfrage verwende.
Hier ist diese Vorlage, die Frustration in Ergebnisse verwandelt:
1. Was will ich? (Ziel)
Früher: „Schreibe etwas über PSA.“
Jetzt: „Ich brauche einen Text für ein Merkblatt über die Wichtigkeit des Tragens von Schutzhelmen.“
2. Wer bist du? (Rolle der KI)
Früher: (einfach eine Frage gestellt)
Jetzt: „Handle in der Rolle eines erfahrenen HSE-Ingenieurs, der Anfängern die Grundlagen erklärt.“
3. Wie sagst du es? (Stil)
Früher: (der Stil war zufällig)
Jetzt: „Erkläre es in einfachen Worten, ohne Beamtendeutsch, freundlich, aber überzeugend.“
4. In welcher Form? (Format)
Früher: (ich erhielt einen durchgehenden Text)
Jetzt: „Erstelle eine kurze Liste der Kernaussagen.“
5. Was solltest du nicht tun? (Einschränkungen)
Früher: (nicht darüber nachgedacht)
Jetzt: „Verwende keine Floskeln wie 'in der heutigen dynamischen Welt'.“
6. Für wen ist das? (Zielgruppe)
Früher: (nicht angegeben)
Jetzt: „Ein Merkblatt für Produktionsmitarbeiter, hauptsächlich Männer 40+.“
Versuchen Sie einmal, Ihre Anfrage nach diesen Punkten zu formulieren. Sie werden überrascht sein, wie unterschiedlich die Antworten ausfallen können. Anstatt zu raten, was sie dieses Mal ausspuckt, erhalten Sie ein vorhersehbares und präzises Ergebnis.