Einsatz von Videoanalytik zur Erfassung von Verstößen im HSE-Bereich und darüber hinaus

24 November 2023 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

Trotz des Trends zu sinkenden Arbeitsunfällen bleibt deren Niveau weiterhin recht hoch. Der Anteil der Unfälle, die auf Verstöße gegen HSE-Anforderungen durch Mitarbeiter sowie auf persönliche Unachtsamkeit zurückzuführen sind, ist dabei erheblich.

In ihrem Bestreben, Arbeitsunfälle zu reduzieren, unternehmen Arbeitgeber erhebliche Anstrengungen und investieren beträchtliche finanzielle Mittel in technische Maßnahmen. Dennoch ist niemand vor Unfällen gefeit, die durch persönliche Unachtsamkeit der Mitarbeiter oder vorsätzliche Missachtung von HSE-Anforderungen entstehen.

Angesichts der erfolgreichen Erfahrungen mit dem Einsatz von Videoanalytik für kommerzielle Zwecke sowie zur Gewährleistung der Sicherheit an verschiedenen Standorten wurde in unserem Unternehmen beschlossen, ein Videoanalytik-System einzuführen, um den Aufenthalt von Mitarbeitern in Gefahrenbereichen bzw. Zonen mit laufenden Anlagen zu erfassen.

Videoanalytik wird derzeit nicht nur in „Smart City“-Projekten und auf Lagerflächen in statischen Umgebungen eingesetzt, sondern auch in Produktionsstätten mit laufenden Anlagen. Bei Produktionsanlagen besteht die größte technische Herausforderung darin, dass bewegliche Maschinenteile in das Sichtfeld der Kameras gelangen können, die das System fälschlicherweise als Personen identifizieren könnte. Um dieses Problem zu lösen, erstellt der Auftraggeber gemeinsam mit dem Entwickler einen sogenannten „Dataset“ – eine Datenbank, auf deren Grundlage die neuronalen Netze anschließend trainiert werden.

Eine der Varianten des aktuellen Systems zur Erkennung von Mitarbeitern in Gefahrenbereichen ist unten dargestellt.

Die technische Lösung besteht aus zwei Hauptkomponenten:

  • Kameras mit Autofokus-Unterstützung, die in den Gefahrenbereichen installiert sind.
  • Ein Smart-Recorder mit Videoanalytik-Funktion, der im Serverraum installiert ist.

Aktionsszenario:

  1. Die Kamera erfasst das Bild, das gleichzeitig an die allgemeinen Videoüberwachungsserver und den Smart-Recorder übertragen wird.
  2. Der Smart-Recorder zeichnet nur die Momente auf, in denen sich Personen in Gefahrenbereichen aufhalten, und sendet eine Benachrichtigung per E-Mail an die zuständigen Personen.
  3. Diese enthält den Namen der Werkstatt und des Bereichs, in dem der Verstoß festgestellt wurde, sowie einen Link zur Videodatei.

Auf neuronalen Netzen basierende Geräte bleiben nicht bei den erzielten Ergebnissen stehen. Das System ist lernfähig und kann verschiedene Aufgaben übernehmen, ohne dass die Hardware ausgetauscht werden muss – stattdessen wird das bestehende System durch Module modernisiert, die für spezifische Aufgaben entwickelt wurden.

Das Spektrum der Aufgaben, die mittels Videoanalytik gelöst werden können, ist vielfältig – von der Kontrolle der PSA-Nutzung bis hin zur Branderkennung.


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