Ganzheitlicher Ansatz zur Untersuchung von Arbeitssicherheitsproblemen

14 November 2022 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

Ein charakteristisches Merkmal der modernen Gesellschaftsentwicklung ist der Wandel der dominierenden menschlichen Tätigkeitsbereiche. Dabei ist Sicherheit ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, worauf das UN-Konzept der „nachhaltigen menschlichen Entwicklung“ hinweist. Ziel des Konzepts ist es, Bedingungen für eine ausgewogene und sichere Existenz jedes Einzelnen in der Gegenwart sowie für künftige Generationen zu schaffen.

Das Thema Arbeitsschutz (HSE) gewinnt von Jahr zu Jahr an Bedeutung. Nach statistischen Angaben der internationalen Arbeitsschutzorganisationen ist die Zahl der Arbeitsunfälle weltweit in den letzten Jahren gestiegen. Jährlich sterben etwa 2 Millionen Männer und Frauen infolge von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Jährlich werden 270 Millionen Arbeitsunfälle und 160 Millionen Berufskrankheiten registriert. In den GUS-Staaten wurden im Jahr 1998 bei der Arbeit 47.000 Menschen verletzt (davon 1.551 tödlich), und 3.400 Menschen erlitten Berufskrankheiten.

Statistische Daten belegen:

  • alle 3 Minuten stirbt weltweit 1 Person infolge von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten;
  • jede Sekunde werden weltweit 4 Personen am Arbeitsplatz verletzt;
  • jeden Monat verletzen sich weltweit so viele Menschen bei der Arbeit, wie in Paris leben.

Begriff des Arbeitsschutzes, Ziel und Aufgaben des Schutzes, Inhalt des Kurses „Arbeitsschutz“, Verbindung zu anderen Disziplinen.

Block moderner Disziplinen zur menschlichen Sicherheit: Lebenssicherheit, Arbeitsschutz (HSE), Grundlagen der Ökologie, Zivilschutz, Grundlagen des medizinischen Wissens und der Kindergesundheit. Die Objekte und Gegenstände der Disziplinen „Arbeitsschutz“ (HSE) und „Zivilschutz“ werden durch entsprechende Rechtsakte definiert.

Arbeitsschutz (HSE) – das ist ein System von rechtlichen, sozioökonomischen, organisatorisch-technischen, sanitär-hygienischen und medizinisch-präventiven Maßnahmen und Mitteln, die darauf abzielen, Leben, Gesundheit und Arbeitsfähigkeit des Menschen während der Arbeitstätigkeit zu erhalten. Der Arbeitsschutz identifiziert und untersucht Gefährdungen am Arbeitsplatz sowie Berufskrankheiten und entwickelt Methoden zu deren Vermeidung oder Abschwächung, um Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Havarien und Brände zu verhindern. Die Hauptobjekte der Untersuchung sind der Mensch im Arbeitsprozess, das Produktionsumfeld und die Bedingungen, die Wechselwirkung des Menschen mit Industrieanlagen, technologischen Prozessen sowie die Arbeits- und Betriebsorganisation.

Angesichts der Vielzahl der Untersuchungsobjekte ist es notwendig, wissenschaftliche Erkenntnisse aus vielen Wissensgebieten zu nutzen:

  • sozialrechtliche und wirtschaftliche Wissenschaften – Arbeitsrecht, Soziologie, wissenschaftliche Arbeitsorganisation, Wirtschaft, Produktionsorganisation und -planung usw.;
  • medizinische Wissenschaften – Arbeitshygiene, Betriebssanitärwesen, industrielle Toxikologie, Arbeitsphysiologie und -psychologie;
  • technische Wissenschaften – allgemeine Ingenieur- und Fachdisziplinen, Brandschutztechnik, Ingenieurpsychologie, Ergonomie, Industrieästhetik usw.

Ziel der wissenschaftlichen Arbeitsorganisation ist die Entwicklung und Umsetzung einer rationalen Gestaltung des Arbeitsprozesses in der Praxis, die eine hohe Arbeitsproduktivität gewährleistet, Bedingungen für den Erhalt der Gesundheit der Mitarbeiter schafft und deren Erwerbsleben verlängert.

Die Ergonomie untersucht, entwickelt und gibt Empfehlungen für die Konstruktion, Herstellung und den Betrieb technischer Mittel, die während der Arbeit den notwendigen Komfort bieten und die Kräfte, Leistungsfähigkeit sowie Gesundheit des Menschen erhalten.

Die Ingenieurpsychologie untersucht die Interaktion des Menschen mit neuer Technik und ermittelt die funktionalen Möglichkeiten des Menschen in Arbeitsprozessen, um Arbeitsbedingungen zu schaffen, unter denen die hohen psychophysiologischen Kapazitäten des Menschen erhalten bleiben.

Die technische Ästhetik bestimmt die Abhängigkeit der Arbeitsbedingungen und -ergebnisse von architektonischen, konstruktiven und künstlerischen Lösungen der Arbeitsmittel, Arbeitsplätze, Bereiche, Werkstätten, Sanitär- und Sozialräume sowie aller anderen Umgebungsfaktoren in der Produktion.

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