Warum arbeiten wir in der Produktion immer noch auf Papier? Digitalisierung von PSA als Schritt zur Sicherheitskultur

21 November 2025 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

In der heutigen Welt können wir uns ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. Darin befinden sich Bankdienstleistungen, Urlaubsbuchungen und die Bezahlung von Nebenkosten. Wir stehen schon lange nicht mehr mit Quittungen in der Schlange bei der Bank. Doch wenn wir zur Arbeit kommen, besonders in der industriellen Produktion, scheinen wir in die Vergangenheit zurückzukehren: Prozesse basieren immer noch auf Papierjournalen und ausgedruckten Listen.

Dies ist besonders im HSE-Bereich spürbar. Zum Beispiel blieb der Prozess der Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für Mitarbeiter lange Zeit einer der "papierlastigsten" und unbequemsten für alle Beteiligten:

Der Mitarbeiter musste sich daran erinnern, wann ihm eine neue PSA-Ausgabe zustand.

Der Vorgesetzte musste überwachen, dass kein Untergebener ohne Schutz blieb.

Die Administratoren mussten manuell Listen erstellen, diese abstimmen, ausdrucken, unterschreiben, scannen und ans Lager schicken.

Selbst das Vorhandensein von ERP-Systemen (wie SAP oder 1C) löste das Problem nicht immer: Die Daten waren zwar vorhanden, aber nicht im richtigen Format und nicht zum richtigen Zeitpunkt. Die Informationen über die Ausstattung des Mitarbeiters blieben in einer Datenbank, die im "Feld" – dort, wo der Mensch arbeitet – unzugänglich war.

Digitaler Durchbruch: mobiler PSA-Service

Nornickel ist eines der Unternehmen, das sich aktiv mit der digitalen Transformation von HSE-Prozessen und industrieller Sicherheit befasst. Eines der Schlüsselprojekte ist eine mobile PSA-App, die jedem Mitarbeiter auf seinem persönlichen Gerät zur Verfügung steht.

Wie funktioniert das?

Der Mitarbeiter sieht in der App:

  • Welche PSA ihm bereits ausgegeben wurde;
  • Wann das nächste Ausgabedatum ansteht;
  • Welche Größen für ihn hinterlegt sind (und kann diese anpassen – zum Beispiel nach dem Urlaub oder bei veränderten Körpermaßen);

All dies geschieht in Echtzeit, ohne sich an die Personalabteilung oder die HSE-Abteilung wenden zu müssen.

Der Vorgesetzte erhält Online-Transparenz:

  • Wer von den Untergebenen vollständig mit PSA versorgt ist und wer einen Austausch benötigt;
  • Es ist nicht nötig, Berichte herunterzuladen – alle Informationen sind mit einem Klick auf dem Smartphone verfügbar;
  • Man kann den Mitarbeiter schnell erinnern: "Geh ins Lager – dir stehen neue Handschuhe zu."

Der Ausgabeprozess ist einfacher geworden:

Früher: Liste ausdrucken → unterschreiben → ins Lager bringen → ausgeben → Unterschrift zurückbringen.

Heute: Der Mitarbeiter klickt auf "Liste erstellen" → das System wählt automatisch die benötigte PSA anhand seines Berufs und seiner Größen aus → er geht ins Lager → erhält sein Set.

All dies ist in die IT-Architektur des Unternehmens integriert, funktioniert aber über eine Weboberfläche – ohne die Installation zusätzlicher Programme und in voller Übereinstimmung mit modernen Anforderungen an die Informationssicherheit.

Sicherheit beginnt mit Vertrauen

Die Digitalisierung von PSA ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit. Es ist die Erfüllung der Anforderungen des Arbeitsgesetzbuches der Russischen Föderation.

Aber ebenso wichtig ist die psychologische Dimension: Wenn der Mitarbeiter sieht, dass der Prozess transparent ist und seine Sicherheit Priorität hat, wachsen das Vertrauen in das System und das Engagement für die Sicherheitskultur.

Fazit: Dienstleistungen im Alltag und bei der Arbeit sollten denselben Standard haben

Wir drucken keine Quittungen mehr für die Bezahlung von Nebenkosten aus. Warum leben wir dann in der Produktion weiterhin "auf Papier"?

Die Antwort ist einfach: Es fehlte uns an Lösungen, die "gemeinsam mit der Produktion" entwickelt wurden.

Der PSA-Service ist ein Beispiel dafür, wie digitale Technologien nicht um der Innovation willen, sondern für die Menschen eingeführt werden. Und bei Nornickel sind wir überzeugt: Eine solche Transformation ist keine Ausnahme, sondern die neue Norm für das gesamte HSE-System und die industrielle Sicherheit.

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