KI im Einsatz: Wie ein neuronales Netz einen HSE-Verstoß bei der Kola MMC verhinderte

21 Oktober 2025 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

Der erste von einem System der künstlichen Intelligenz bei Nornickel erfasste Vorfall hat die Wirksamkeit der automatisierten Sicherheitskontrolle bewiesen.

In der Fertigproduktabteilung der Nickelelektrolyse-Anlage der Kola MMC ereignete sich ein bedeutendes Ereignis: Zum ersten Mal hat ein System der künstlichen Intelligenz einen Verstoß gegen die Vorschriften der Arbeitssicherheit registriert. Dies ist nicht nur ein technischer Erfolg, sondern auch der Beweis dafür, dass Investitionen in die Digitalisierung der HSE-Prozesse echte Ergebnisse liefern.

Die technische Lösung

Das KI-basierte System ist bereits seit mehreren Monaten an der automatisierten Nickelschneideanlage im Einsatz. Es basiert auf 9 Videokameras und einem neuronalen Netz, das Personen im Bildbereich mit hoher Präzision erkennt.

Die Hauptaufgabe des Systems besteht darin, Mitarbeiter zu erfassen, die einen bestimmten Bereich betreten, ohne die Verriegelungssysteme zu aktivieren. Es protokolliert den Vorfall im System, löst einen akustischen Alarm aus, der erst verstummt, wenn der Mitarbeiter den Bereich verlässt, und sendet Benachrichtigungen per E-Mail an die Führungskräfte sowie über den Unternehmens-Messenger „Supernika“ an die Verantwortlichen.

Der erfasste Verstoß

Gemäß den Vorschriften muss die Anlage vor dem Betreten des umzäunten Gefahrenbereichs der Nickelschneideanlage abgeschaltet werden, um elektrische, mechanische und sonstige Gefährdungen auszuschließen. Zu diesem Zweck sind im Bereich der Zugangstore ein spezielles Bedienpult und eine Ampel installiert: Rotes Licht bedeutet, dass das Verriegelungssystem aktiviert, die Anlage gestoppt und der Zutritt gestattet ist; grünes Licht bedeutet, dass der Zutritt verboten und die Anlage in Betrieb ist.

Das System registrierte einen Verstoß: Ein Reiniger für Fertigprodukte hatte die Anlage nicht abgeschaltet und den Bereich der automatischen Nickelschneideanlage während des Betriebs betreten.

Bei der Ausführung seiner Aufgaben kletterte der Mitarbeiter über den Schutzzaun, obwohl er durch das Tor hätte gehen und damit die Anlage hätte abschalten (verriegeln) müssen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Die künstliche Intelligenz erfasste den Verstoß sofort und meldete, dass sich eine Person in der Gefahrenzone befand. Dieser Vorfall fällt unter Punkt 4 der „Kardinalen Sicherheitsregeln“, der besagt: „Es ist den Mitarbeitern untersagt, Reparatur- und Wartungsarbeiten an laufenden Anlagen durchzuführen, ohne diese von den Versorgungsleitungen zu trennen und die Energiequellen zu verriegeln.“

Warum das wichtig ist

Höchstwahrscheinlich war der Mitarbeiter in Eile und wollte ein paar Minuten sparen. Letztendlich riskierte er dabei seine Gesundheit und sein Leben. Doch nun verfügt das Unternehmen über ein Instrument, das verhindert, dass solche Verstöße unbemerkt bleiben.

Alle Voraussetzungen dafür, dass die Mitarbeiter die HSE-Vorschriften nicht verletzen, sind hier gegeben. Waren früher nur Videokameras installiert, so werden diese nun durch künstliche Intelligenz ergänzt, die alle Verstöße erfasst und die Informationen sofort an die Verantwortlichen weiterleitet.

Praktische Ergebnisse

Dieser Fall veranschaulicht mehrere wichtige Aspekte:

  • Sofortige Reaktion – das System zeichnet nicht nur Videos auf, sondern analysiert die Situation in Echtzeit
  • Automatische Benachrichtigungen – Führungskräfte erhalten die Informationen sofort und nicht erst nach Stunden oder Tagen
  • Kontinuierliche Überwachung – der akustische Alarm wird nicht abgeschaltet, bis der Übertreter die Gefahrenzone verlässt
  • Integration in Unternehmenssysteme – Benachrichtigungen erfolgen über „Supernika“ und per E-Mail

Entwicklungsperspektiven

Die erfolgreiche Implementierung des Systems bei der Kola MMC eröffnet Möglichkeiten zur Skalierung der Technologie auf andere Standorte von Nornickel. Im Rahmen des Programms zur Digitalisierung der HSE-Prozesse ist die Einführung ähnlicher Lösungen in allen Betrieben des Unternehmens geplant.

Dieses Fallbeispiel zeigt, dass Investitionen in die Digitalisierung der Sicherheit nicht einfach nur Geldverschwendung für modische Technologien sind, sondern ein echtes Instrument zur Verbesserung der Arbeitssicherheit, das bereits funktioniert und Leben rettet.

Fazit für HSE-Fachkräfte

  • KI-Systeme können traditionelle Methoden der Sicherheitskontrolle effektiv ergänzen
  • Die Automatisierung ermöglicht die Erfassung von Verstößen, die sonst unbemerkt bleiben könnten
  • Die Integration in Unternehmenssysteme gewährleistet eine schnelle Reaktion auf Vorfälle
  • Technologien müssen benutzerfreundlich und für das Personal verständlich sein

Der erste erfasste Vorfall ist nur der Anfang. Das System wird weiterentwickelt und seine Fähigkeiten werden ausgebaut. Das Wichtigste ist, dass es bereits jetzt funktioniert und die Produktion sicherer macht.

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