Kontext: Warum es wichtig ist, schwierige Dialoge in der Schulung zu steuern
HSE-Schulungen stoßen beim Publikum oft auf Widerstand. Die Mitarbeiter nehmen möglicherweise unter Zwang, mit festgefahrenen Überzeugungen und einer skeptischen Einstellung an den Trainings teil. Die Fähigkeit des Trainers, einen konstruktiven Dialog aufzubauen und Negativität zu überwinden, wird zu einem Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Aneignung des Materials und folglich für die Verringerung von Arbeitsunfällen. Im Rahmen des Webinars teilt Iwan Warenkow, Senior Training Coach des Michailowski GOK (Teil des Unternehmens Metalloinvest), seine praktischen Erfahrungen im Umgang mit unmotivierten Teilnehmern und Strategien zur Bewältigung von Konfliktsituationen.
Schulungsebenen und die Natur des Widerstands
Der Referent analysiert den Schulungsansatz und hebt drei Hauptebenen hervor:
- Überzeugungen und Werte: Das, woran die Mitarbeiter vor Beginn der Schulung glauben. Genau hier entsteht am häufigsten Widerstand, da neues Wissen mit etablierten Ansichten in Konflikt geraten kann.
- Interpretation von Ereignissen: Die Fähigkeit, Risiken zu sehen und zu bemerken, die aufgrund von "Betriebsblindheit" oft ignoriert werden.
- Instrumente und Prozesse: Die praktische Anwendung des erworbenen Wissens und der Werkzeuge.
Das Verständnis dieser Ebenen hilft dem Trainer zu bestimmen, in welcher Phase die Barriere auftritt, und die richtige Interaktionsstrategie zu wählen.
Arten von Widerstand und wie man damit umgeht
In der Präsentation werden die zwei häufigsten Arten von Widerstand detailliert betrachtet:
- Widerstand gegen das System: Die Teilnehmer projizieren ihre Unzufriedenheit mit dem Management oder Neuerungen auf den Trainer. Für den Trainer ist es wichtig, diese Negativität nicht zu ignorieren, sondern die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern, Empathie zu zeigen und Beschwerden nicht persönlich zu nehmen.
- Widerstand gegen das Trainingsformat: Eine skeptische Haltung gegenüber dem Lernprozess selbst oder organisatorischen Aspekten. Die Lösung besteht darin, den Wert des Formats gleich zu Beginn klar zu erklären und sich nicht auf die Diskussion organisatorischer Unzufriedenheiten zu konzentrieren.
Typen schwieriger Teilnehmer und Interaktionsstrategien
Der Referent zeigt am Beispiel konkreter Typen, wie man die Gruppendynamik effektiv steuert:
- Der "Schwätzer": Sucht Aufmerksamkeit. Der Trainer sollte ihn ausreden lassen, aber klare Kommunikationsregeln aufstellen (z. B. die "Ein-Mikrofon-Regel").
- Der "hohe Chef": Kann Überlegenheit demonstrieren. Es ist effektiv, seine Erfahrung einzubeziehen, seine Bedeutung zu betonen und einen individuellen Ansatz anzuwenden.
- Der "Aggressor": Zeigt offene Negativität. Es ist wichtig, Abstand zu halten, ihm nicht unnötig das Wort zu erteilen und sich bei Bedarf auf die Unterstützung der restlichen Gruppe zu stützen.
- Der "Experte": Versucht, seine Kompetenz zu beweisen. Die Anerkennung seiner Verdienste und die Integration seines Wissens in den Lernprozess helfen, ihn zu einem Verbündeten zu machen.
- Der "Schweiger": Ist nicht in den Prozess involviert. Der Trainer sollte gezielte Fragen verwenden und die Präsentation des Materials variieren, um das Engagement zu erhöhen.
Was Sie in diesem Webinar lernen werden:
- Wie erkennt man den Widerstand des Publikums in den frühen Phasen der Schulung?
- Welche Strategien helfen, Negativität gegenüber dem System und dem Trainingsformat zu überwinden?
- Wie interagiert man effektiv mit verschiedenen Typen schwieriger Teilnehmer (vom "Aggressor" bis zum "Schweiger")?
- Wie bewahrt man Energie und vermeidet emotionales Burnout bei der Arbeit mit schwierigen Gruppen?
- Wie verwandelt man einen unmotivierten Mitarbeiter in einen aktiven Schulungsteilnehmer?