Die Gewährleistung der Sicherheit bei Höhenarbeiten ist eines der drängendsten Probleme in Produktionsbetrieben. Oft sind Mitarbeiter gezwungen, Konstruktionselemente zur Sicherung zu verwenden, die nicht für diesen Zweck vorgesehen sind, wie z. B. Rohrleitungen oder Geräteständer. In solchen Fällen ist die Belastbarkeit der Befestigung unbekannt und das Absturzrisiko bleibt kritisch hoch. In diesem Webinar teilt Olga Kudryavtseva, Leiterin der HSE-Abteilung bei Poliom LLC, ein praktisches Fallbeispiel für den Übergang von der formalen Einhaltung von Regeln zur Implementierung zuverlässiger stationärer Anschlagsysteme.
Die Referentin analysiert die Situation am Beispiel eines kleinen Unternehmens (ca. 350 Mitarbeiter), in dem die jährliche Bewertung der Berufsrisiken zahlreiche Zonen mit hohem Absturzrisiko aufdeckte: Eisenbahnbrücken, Schrägdächer, Dutzende von Messgeräten, Fackeltürme und Flutlichtmasten. Der Vortrag zeigt im Detail, wie das Bewusstsein für das Problem zu einem groß angelegten Projekt zur Ausstattung von Arbeitsplätzen mit stationären Anschlagpunkten führte.
Eine Schlüsselphase des Projekts war die Auswahl des Herstellers von Anschlagsystemen. Die Referentin zeigt beispielhaft, wie die Marktanalyse durchgeführt wurde. Aufgrund der geopolitischen Lage und der Sanktionsrisiken mussten ausländische Marken (Honeywell, Tractel) trotz ihrer hohen Qualität und Benutzerfreundlichkeit aufgegeben werden.
Die Auswahl beschränkte sich auf zwei russische Hersteller: Venta Pro und High Safety. Beim Vergleich wurden nicht nur der Preis, sondern auch die Einfachheit der Konstruktion, das Vorhandensein von Absturzindikatoren, die Anzahl der zugelassenen Benutzer pro Linie und die Garantiebedingungen berücksichtigt. Letztendlich fiel die Wahl auf Geräte, die trotz etwas höherer Kosten und Einschränkungen bei der Selbstwartung während der Garantiezeit eine höhere Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit boten.
Die Implementierung stationärer Anschlagsysteme ist ein kostspieliges Projekt. Die gesamten CAPEX gemäß der zusammenfassenden Kostenschätzung beliefen sich auf 11,5 Millionen Rubel. Der Vortrag geht detailliert auf den Prozess der Verteidigung des Businessplans vor den Aktionären ein. Die Hauptargumente waren:
Darüber hinaus ist geplant, die installierten Systeme für die praktische Schulung der Mitarbeiter in der korrekten Verwendung von PSA zu nutzen, was den neuen gesetzlichen Anforderungen entspricht.
Das Projekt umfasst verschiedene Arten von Objekten, die spezifische technische Lösungen erfordern. Die Referentin zeigt Beispiele:
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