Das Sicherheitsmanagement in großen Industrieanlagen erfordert klare und verständliche Kontrollinstrumente. Dies gilt insbesondere für die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern, deren Standards von den internen Anforderungen des Auftraggebers abweichen können. In seinem Vortrag teilt Timur Romanyuk, Leiter der HSE-Abteilung bei „Uralkali-Remont“, seine Erfahrungen bei der Einführung von Checklisten als Hauptinstrument für die operative Kontrolle der sicheren Arbeitsausführung.
Der Referent erläutert die Voraussetzungen für die Schaffung des Systems: die Notwendigkeit, Inspektionen für eine Vielzahl von Arbeitsplätzen zu vereinheitlichen und von vagen Formulierungen in normativen Dokumenten zu konkreten, verständlichen Anforderungen überzugehen. Die entwickelten Checklisten decken die wichtigsten Arbeitsarten ab (feuergefährliche, gasgefährliche Arbeiten, Arbeiten in der Höhe) und dienen als klare Orientierung sowohl für eigene Mitarbeiter als auch für Auftragnehmer.
Derzeit hat das Unternehmen 12 Checklisten für die wichtigsten Arbeitsarten entwickelt. Jede von ihnen enthält nur die Anforderungen, die für die Gewährleistung der Sicherheit an einem bestimmten Objekt von entscheidender Bedeutung sind, unter Berücksichtigung der internen Unfallstatistik und der identifizierten Risiken. Dies vermeidet eine Überladung des Dokuments und lenkt die Aufmerksamkeit des Prüfers auf das Wesentliche.
Obwohl das Instrument seit weniger als einem Jahr im Einsatz ist, stellt der Referent eine positive Dynamik fest. Die Anzahl der Inspektionen ohne Verstöße hat zugenommen, der Anteil und die Schwere der festgestellten Abweichungen sind gesunken. Die Auftragnehmer, die die Strenge der Kontrolle und die möglichen Folgen (bis hin zur Einstellung der Arbeiten und Geldstrafen) verstehen, gehen nun verantwortungsvoller mit der Einhaltung der Anforderungen um.
Im Vortrag wird der Feedback-Mechanismus detailliert betrachtet: Auf jeder Checkliste ist Platz für die Erfassung der Ursachen von Verstößen vorgesehen, was Mini-Analysen vor Ort und die Ermittlung der Grundursachen von Abweichungen ermöglicht. Am Ende des Quartals finden Treffen mit den Teams und Auftragnehmern statt, die die meisten Verstöße begangen haben.
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