Die Entwicklung von HSE-Systemen ist untrennbar mit der Einführung digitaler Technologien verbunden. Stepan Dikiy, Leiter der Abteilung für die Entwicklung von HSE-Systemen bei SUEK, zeigt anschaulich, wie der Übergang von der Modernisierung technischer Systeme zu Verhaltensbarrieren es ermöglicht, die Stagnation bei der Reduzierung von Arbeitsunfällen zu überwinden. Der Vortrag beleuchtet detailliert die praktischen Erfahrungen bei der Integration digitaler Assistenten und KI-basierter Systeme in den Arbeitsalltag des Unternehmens.
Eines der Hauptprobleme, das zu schweren Verkehrsunfällen im Betrieb führt, ist der Wachsamkeitsverlust der Fahrer. Der Referent analysiert die Einführung eines Wachsamkeitskontrollsystems, das Einschlafen, Ablenkung, Handynutzung und Rauchen erkennt. Wichtig ist, dass das System Verstöße nicht nur registriert, sondern als digitaler Assistent fungiert: Es wiederholt die Aktionen des Fahrers per Sprachausgabe und aktiviert bei Anzeichen von Einschlafen ein akustisches Signal. Dies ermöglicht es, Vorfälle in Echtzeit zu verhindern, anstatt sich mit deren Folgen auseinanderzusetzen.
Arbeiten an elektrischen Anlagen sind mit hohen Risiken verbunden, und der menschliche Faktor spielt hier eine entscheidende Rolle. Der Vortrag stellt ein Projekt zur digitalen Kontrolle der Einhaltung von Sicherheitsanforderungen mittels KI vor. Kameras, die darauf trainiert sind, die Verwendung spezifischer PSA (z. B. dielektrische Handschuhe) und die korrekte Ausführung von Schaltalgorithmen zu erkennen, bieten eine Überwachung rund um die Uhr. Dies ermöglicht die automatische Erkennung von Verstößen und bildet die Grundlage für gezielte Personalschulungen auf speziellen Übungsgeländen.
Die Einführung jeglicher Kontrollsysteme stößt unweigerlich auf Versuche, diese zu umgehen. Der Referent zeigt am Beispiel eines Systems zur Kontrolle des unbefugten Mitfahrens auf Förderbändern, wie wichtig es ist, nicht nur technische Barrieren (Videoaufzeichnung und automatischer Stopp des Förderbands) zu errichten, sondern auch am Verhalten der Menschen zu arbeiten. Die Integration mit einem Positionierungssystem und die Einführung von Sprachwarnungen in Grubenlampen bei Annäherung an Gefahrenzonen demonstrieren einen ganzheitlichen Ansatz zur Förderung eines bewussten Umgangs mit Sicherheit.
Besondere Aufmerksamkeit verdient das Projekt zum Ausschluss von Eingriffen in die Arbeit von Aerogaskontrollsystemen. Die Synchronisierung von Daten aus stationären Sensoren, Kopflampen und tragbaren Gasanalysatoren ermöglicht es, Abweichungen in den Messwerten online zu erkennen und die Funktionsfähigkeit der Geräte zu überwachen. Die Automatisierung der Erfassung von Methankonzentrationsüberschreitungen reduziert den Arbeitsaufwand für Fachkräfte erheblich und erhöht die Zuverlässigkeit der Daten.
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