Ein Tag im Leben eines HSE-Projektleiters: Wie? Schon Freitag?

26 Oktober 2023 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

Der Freitag ist in der Regel der seltsamste Tag der Woche. Alle kleinen unerledigten Aufgaben häufen sich in der ersten Tageshälfte an, während wir die zweite Hälfte der Analyse und dem Fazit widmen.

Meiner Meinung nach ist dies genau der Tag, dessen Name „Multitasking“ lautet. Es gibt unzählige Praktiken, die helfen, dieses Übel zu bekämpfen. Aber man muss die Ursache der Prokrastination verstehen.

Prokrastination entsteht dadurch, dass man sich mit etwas beschäftigen muss, das einem unangenehm erscheint.

In dieser Zeit werden im Gehirn die für Schmerz zuständigen Bereiche aktiviert. Doch dieses Gefühl verschwindet, sobald man sich an die Arbeit macht.

Prokrastination ist im Grunde eine Gewohnheit, die aus 4 Teilen besteht:

  1. Signal (das, was einen in den programmierten Zustand versetzt und die gewohnte Reaktion auslöst). Zum Beispiel eine AUFGABE auf der To-do-Liste oder sogar ein Bereich mit einem schwierigen Linienvorgesetzten oder Meister im Rahmen eines Rundgangs.
  2. Unsere Reaktion auf das Signal (stereotypes Verhalten).
  3. Belohnung (Verstärkung des neuen Verhaltens, eine neue Belohnung).
  4. Glaube, die Überzeugung, dass es nicht anders geht. Unterstützungsgruppe

Ein wirksames Mittel gegen Prokrastination ist die Konzentration auf den Prozess und nicht auf das Endergebnis.

Traditionell führen wir freitags ein Abschlussmeeting der Woche durch, bei dem wir Bilanz ziehen, analysieren, welche Aufgaben umgesetzt werden konnten und welche wir auf den nächsten Zeitraum verschieben. Übrigens ist dies eine gute Gelegenheit, Ressourcen anzufordern, einschließlich administrativer Unterstützung.

Eine Zeit lang war der Freitag für mich der schrecklichste Tag der Woche, dessen Müdigkeit das ganze Wochenende prägte. Das lag allein daran, dass mein liebes Team bei unserem Abschlussmeeting all seine unerledigten Aufgaben und Probleme, überfälligen Risiken, ungenutzten IT-Anwendungen, formellen Maßnahmen und oberflächliche Ursachen auf mich abwälzte.

Irgendwann war es unmöglich, so weiterzuleben. Und dann, als wir uns als gesamtes Team offline trafen, vereinbarten wir – wir beginnen die Woche und den Tag eines jeden von uns immer mit der Erledigung der unangenehmsten Aufgabe. Und wissen Sie was? Es hat funktioniert! Für den Freitag blieben uns nur noch klare und leichte Aufgaben übrig.)))

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