Das Gesundheitsmanagement von Mitarbeitern in großen Industrieunternehmen erfordert den Übergang von isolierten Papierbescheinigungen zu integrierten digitalen Lösungen. Im Rahmen des Webinars analysiert Michail Morosow den Prozess der Schaffung einer einheitlichen Informationsumgebung, die die Personalsysteme des Arbeitgebers und die Datenbanken der medizinischen Dienstleister vereint. Dieser Ansatz ermöglicht es nicht nur, Routineaufgaben zu automatisieren, sondern auch präventiv auf die Risiken der Entwicklung von Berufs- und Allgemeinerkrankungen zu reagieren.
Ein wichtiger Schritt bei der Digitalisierung war die Integration des medizinischen Partners in das SAP-Unternehmenssystem. Der Referent zeigt an einem Beispiel, wie die Zuweisung der speziellen Rolle „Werksarzt“ für den Mitarbeiter des Dienstleisters den Überweisungsprozess zu medizinischen Untersuchungen verändert. Der Arbeitnehmer erhält die Überweisung direkt im Zentrum für Vorsorgeuntersuchungen, und der Arzt sieht die vollständige Historie der Exposition gegenüber schädlichen Produktionsfaktoren. Dies beseitigt bürokratische Verzögerungen, verringert die Belastung der HSE-Spezialisten und erhöht die Qualität der Gesundheitsbewertung.
Der Vortrag beleuchtet detailliert die Erfahrungen bei der Einführung von Hardware-Software-Komplexen für medizinische Untersuchungen vor der Schicht. Die Abdeckung erreicht 100 % des Produktions- und bis zu 90 % des Verwaltungspersonals. Das System erfasst nicht nur die Arbeitsfreigabe, sondern ermöglicht es auch, Mitarbeiter direkt über das Terminal automatisch zur dynamischen Beobachtung in der Ambulanz aufzurufen. Eine interessante Erkenntnis war die Möglichkeit der unkonventionellen Nutzung der gesammelten Daten: Die Analyse der Dynamik von Blutdruck und Puls ermöglichte es, Personen, die Drogen konsumiert hatten, ohne den Einsatz spezieller Pupillometer zu identifizieren.
Die Entwicklung der Analytik führte zur Abkehr von manuellen Berichten zugunsten eines automatisierten Dashboards – dem digitalen Gesundheitsprofil. Daten aus dem Sozialfonds über vorübergehende Arbeitsunfähigkeit gelangen über den elektronischen Dokumentenaustausch in die Personalabteilung und werden dann an den medizinischen Dienstleister weitergeleitet. Dies bildet einen geschlossenen Kreislauf: von der Einstellung bis zur täglichen Überwachung des Gesundheitszustands, was dem Dienstleister die Möglichkeit gibt, fundierte präventive medizinische Maßnahmen vorzuschlagen.
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