Der Aufbau einer Arbeitssicherheitskultur ist nicht nur ein Regelwerk, sondern ein ganzheitlicher Ansatz, der in die täglichen Unternehmensprozesse integriert ist. Der Vortrag beleuchtet detailliert die Erfahrungen beim Aufbau eines Systems, bei dem Sicherheit bereits in der Phase der Arbeitsplatzgestaltung und der Einführung neuer Technologien verankert wird. Der Referent betont, dass jeder Mitarbeiter die persönliche Verantwortung für die Einhaltung der Anforderungen trägt und diese Verantwortung durch bewusstes Verhalten und nicht nur durch formale Anweisungen geprägt wird.
Damit das gewünschte Verhaltensmodell Teil der Kultur wird, nutzt das Unternehmen mehrere Schlüsselinstrumente:
Der Referent analysiert die Ausbildungsphasen, beginnend mit der Einführungsunterweisung bis hin zur Höhergruppierung. Das Praktikum am Arbeitsplatz ist in Phasen unterteilt: Erlernen der Haupt- und Hilfsausrüstung, korrekte Verwendung von Handwerkzeugen und Rohstoffen sowie die Interaktion mit anderen Abteilungen. Besonderes Augenmerk wird auf die Probezeit gelegt – sie ist keine Formalität, sondern eine echte Wissensprüfung, einschließlich Tests zu HSE und elektrischer Sicherheit direkt am Arbeitsplatz.
Mentoring wird neu gedacht: Der Mentor gibt nicht nur Erfahrungen weiter, sondern stellt den Auszubildenden auch der Prüfungskommission vor und trägt die Verantwortung für dessen zukünftige sichere Arbeit. Das System „Risikobewertung Null“ ermöglicht die Identifizierung von Gefahren an jedem Arbeitsplatz durch die gemeinsame Arbeit von Führungskräften, HSE-Spezialisten und den Mitarbeitern selbst. Dieser Ansatz schließt Zwischenwerte aus – eine Abweichung ist entweder vorhanden und muss behoben werden, oder sie existiert nicht.
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