Arbeitsschutz in medizinischen Einrichtungen betrifft nicht nur die Patientensicherheit, sondern in erster Linie die Sicherheit des medizinischen Personals selbst. Patientensicherheit = Mitarbeitersicherheit.
Eine medizinische Einrichtung ist, wie jeder Tätigkeitsbereich, eine Zone erhöhter Gefahr, ähnlich wie eine Baustelle, jedoch mit ihren ganz eigenen Besonderheiten.
Die Besonderheit der Arbeitsbedingungen in medizinischen Einrichtungen liegt im Vorhandensein schädlicher und gefährlicher Arbeitsfaktoren:
Ebenso wichtig sind psychophysiologische Gefährdungen und schädliche Arbeitsfaktoren wie physische Belastungen (Heben von Patienten unterschiedlicher Gewichtsklassen, langes Arbeiten im Stehen) sowie neuropsychische Belastungen (Schichtarbeit – Nachtdienste, lange und verantwortungsvolle Operationen).
Der Arbeitsschutz für medizinisches Personal wird durch das Arbeitsgesetzbuch der Russischen Föderation geregelt, weist jedoch einige Besonderheiten auf.
So legt beispielsweise Artikel 350 des Arbeitsgesetzbuches der Russischen Föderation eine 39-Stunden-Woche für medizinisches Personal fest. Es gibt auch weitere spezifische Rechtsvorschriften, die Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten und andere Aspekte der beruflichen Tätigkeit regeln.
Solche Rechtsakte sind:
Ansonsten unterliegen medizinische Fachkräfte ebenfalls obligatorischen medizinischen Untersuchungen und psychiatrischen Begutachtungen, Schulungen zu sicheren Arbeitsmethoden sowie der Einweisung in lokale normative Akte. An den Arbeitsplätzen des medizinischen Personals werden eine spezielle Bewertung der Arbeitsbedingungen und eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt.
Die Untersuchung von Mikrotraumata, Unfällen und Berufskrankheiten des medizinischen Personals auf Grundlage der geltenden Gesetzgebung liegt in der Verantwortung der HSE-Fachkraft in der medizinischen Einrichtung.
ABER es gibt Nuancen – es ist wichtig, zwischen der Untersuchung von Mikrotraumata und medizinischen Unfällen gemäß SanPiN zu unterscheiden. Darin liegt die Besonderheit einer medizinischen Einrichtung.
Zur Vorbeugung von Mikrotraumata, Unfällen und Berufskrankheiten werden die Mitarbeiter mit hygienischer Arbeitskleidung, kollektiven und individuellen Schutzausrüstungen sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ausgestattet.