Die Aufmerksamkeit für die Sicherheitskultur in vielen Industriebetrieben nimmt täglich zu, und die AO „Apatit“ bildet hierbei keine Ausnahme. Das Großprojekt „Transformation der Sicherheitskultur“ begann mit einer Bewertung der Sicherheitskultur durch einen externen Dienstleister. Damals wurde eine umfangreiche, uns zuvor unbekannte, aber interessante Arbeit geleistet. Nun liegt die Bewertung vor, die Roadmap des Projekts ist erstellt, Maßnahmen und Fristen sind festgelegt. Mit dem Slogan „Wer Risiken kennt, verhindert Unfälle!“ machten wir uns daran, die Sicherheitskultur mit allen sanften Methoden weiterzuentwickeln.
Und genau hier stellt sich die berechtigte Frage: „Bewegen wir uns in die richtige Richtung?“. So wie ein Reisender erkennt, dass er einen Kompass braucht, so haben auch wir verstanden, dass man regelmäßig innehalten und den Kurs überprüfen muss. Mittlerweile gibt es unter unseren Mitarbeitern Dutzende geschulte Experten für die Selbsteinschätzung der Sicherheitskultur. Doch all dies ist nur unter einer einfachen, aber sehr wichtigen Bedingung sinnvoll: Die Erstbewertung, die nachfolgenden Zwischen-Selbsteinschätzungen und die abschließende Bestandsaufnahme müssen nach derselben Methodik erfolgen. Verwendet man bei der Selbsteinschätzung der Sicherheitskultur eine andere Methodik als bei der Erstbewertung, kann das Ergebnis eine unangenehme (oder vielleicht auch angenehme) Überraschung sein. In jedem Fall gleicht dies jedoch einem Spiel mit dem russischen Roulette.
Externe und interne Bewertungen haben ihre eigene Periodizität, wobei die interne deutlich häufiger als die externe durchgeführt werden kann. Dabei sind folgende Aspekte wichtig:
Der letzte Punkt ist am wichtigsten, wenn wir die Einbeziehung des eigenen Personals als Experten für die Bewertung der Sicherheitskultur betrachten – eine Bewertung, die vorbereitet, durchgeführt und über die ein Bericht erstellt werden muss. Der Bericht wird anschließend der Geschäftsführung vorgelegt. Die anderen beiden Punkte sind nicht weniger wichtig. Ein Experte für die Bewertung der Sicherheitskultur muss das Modell der Sicherheitskultur und die entsprechenden Bewertungsinstrumente beherrschen. Wie ein Labortechniker, der komplexe Analysen in seinem Labor durchführt, muss der Experte anhand seiner Beobachtung klar bestimmen können, um welchen Indikator es sich handelt, zu welchem Element des Sicherheitskulturmodells er gehört und welcher Stufe er entspricht. Dann wird der Bewertungsprozess nicht nur periodisch, sondern dynamisch und sogar kontinuierlich.
Haben Sie geschulte Experten für die Bewertung der Sicherheitskultur in Ihrem Team?
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