Mentoring ist im Leben eines jeden Menschen notwendig, von der Geburt an. Von Eltern und Großeltern bis hin zu Lehrern und Mentoren am Arbeitsplatz – sie alle spielen eine entscheidende Rolle bei der Persönlichkeitsbildung und lehren die Einhaltung von Regeln und Verhaltensnormen.
In der beruflichen Tätigkeit ist Mentoring besonders wichtig, wenn es um den Bereich HSE geht. Die Mitarbeiter müssen nicht nur über fachliche Qualifikationen verfügen, sondern auch sichere und korrekte Arbeitsweisen beherrschen.
Im Jahr 2020 startete die Holdinggesellschaft OZNA das Projekt „Mentoring“. Es begann auf der Top-Management-Ebene, da diese Führungskräfte im Hinblick auf die Entwicklung von Managementpraktiken am besten vorbereitet waren, um drei Führungskompetenzen weiterzugeben:
So wurden die Top-Führungskräfte zu den ersten Mentoren.
Heute ist im Unternehmen ein System einheitlicher und synchronisierter Managementzyklen etabliert. Für jeden Teilnehmer bedeutete die Mitwirkung am Projekt eine Steigerung der persönlichen Führungskompetenz, die Anerkennung als Führungskraft oder ein motivierendes Signal, dass das Unternehmen von ihm ein entsprechendes Führungsverhalten erwartet.
Für wen ist Mentoring notwendig? Und wie ist es mit der Sicherheit verbunden?
Junge Mitarbeiter ohne Erfahrung erkennen Risiken oft nicht und sind sich der Konsequenzen nicht bewusst. Ohne einen erfahrenen Mentor steigt das Risiko für Fehler mit schwerwiegenden Folgen um ein Vielfaches. Mentoren fungieren als Vorbilder, indem sie ihren Schützlingen korrekte Gewohnheiten und die richtige Einstellung zur Sicherheit am Arbeitsplatz vermitteln. Durch die ständige Präsenz des Mentors passen sich neue Mitarbeiter effizienter an die Arbeitsbedingungen an, auch in gefährlichen Produktionsbereichen, und bauen gleichzeitig Vertrauen und eine offene Kommunikation innerhalb des Teams auf.
Ein Mentor muss nicht nur zeigen, wie die Arbeit korrekt ausgeführt wird, sondern dem Neuling auch beibringen, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden, die richtige Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung zu demonstrieren und auf Notfälle zu reagieren.
Beim Eintritt in ein neues Unternehmen gibt es immer Zweifel: Was, wenn es nicht klappt? Die Ängste verstärken sich, wenn man mit vielen Fragen allein gelassen wird. Anweisungen, zentrale Sicherheitsregeln, Unternehmensrichtlinien – das ist eine enorme Informationsmenge.
Bei OZNA wird neuen Führungskräften ein Mentor zugewiesen, der ihnen über 9 Monate hinweg die „Grundlagen“ vermittelt: Weitergabe von Erfahrung, Zielsetzung, Verhaltensregeln, Werte und Traditionen. Anschließend erfolgt ein Feedback zu den Ergebnissen der Anwendung des erworbenen Wissens, um die Mitarbeiter zu entwickeln und die Effizienz des Unternehmens zu steigern. So beginnt der Mitarbeiter, sich wohler zu fühlen.
Eine Führungskraft ist kein Einzelkämpfer; sie braucht immer Rückhalt und Unterstützung. Im Zuge des Mentorings wird Vertrauen aufgebaut. Eine Zwischenbewertung der Leistung von Mentor und Mentee wird durchgeführt, um ihnen unterstützendes und korrigierendes Feedback zu geben.
Man kann eindeutig schlussfolgern, dass Mentoring im Bereich HSE eine äußerst wichtige und unverzichtbare Rolle spielt. Erfahrene Mitarbeiter, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an junge Kollegen weitergeben, helfen dabei, Dutzende von Leben zu retten und schwere Folgen zu vermeiden. Daher sollte Mentoring in jeder beruflichen Tätigkeit gefördert und entwickelt werden, insbesondere in Bereichen, in denen das Risiko von Verletzungen und Unfällen besonders hoch ist.