Das Sicherheitsmanagement in großen Industrieanlagen wird unweigerlich mit dem Problem der Qualifikation des Personals von Auftragnehmern konfrontiert. Wenn Tausende von Mitarbeitern externer Unternehmen gleichzeitig auf dem Gelände arbeiten, reichen herkömmliche Einführungsunterweisungen nicht mehr aus. Im Rahmen des Webinars analysiert Vladislav Shinkarenko, leitender HSE-Spezialist der JSC Gazpromneft ONPZ, einen praktischen Fall der Einführung einer Kompetenzbarriere – eines Systems zur Vorabprüfung und Bewertung der praktischen Fähigkeiten von Auftragnehmern.
Der Referent zeigt am Beispiel seines Unternehmens, wie ein schrittweiser Ansatz zur Kompetenzbewertung umgesetzt wurde. Der Prozess ist in mehrere Ebenen unterteilt, was einen Kollaps bei der Zulassung zum Objekt vermeidet:
Zur Kontrolle vor Ort wurde ein physischer Zulassungspass mit einem einzigartigen Stempel und drei Abreißtickets eingeführt. Dieses System dient als disziplinarisches Instrument: Bei einem Verstoß gegen die Sicherheitsanforderungen wird ein Ticket entzogen, dem Mitarbeiter wird eine außerplanmäßige Wissensprüfung zugewiesen und gegen die Organisation werden Sanktionen verhängt. Der Verlust von drei Tickets bedeutet eine unbefristete Sperrung des Ausweises für das Unternehmen.
Jedes Testsystem ist mit Umgehungsversuchen konfrontiert. Der Referent spricht offen über das Problem der kollektiven Testlösung und des Abschreibens. Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Remote-Proctoring-System eingeführt, das Audio, Video und die Aktionen des Benutzers auf dem Bildschirm aufzeichnet und Versuche blockiert, Hinweise oder fremde Hilfe zu nutzen.
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