Die Schaffung einer Kultur der Arbeitssicherheit ist ohne das Verständnis der tiefen Motive für das Verhalten der Mitarbeiter unmöglich. Oft nimmt das Linienpersonal HSE-Anforderungen als aufgezwungene Einschränkungen wahr und hält sie nur unter Androhung von Strafen oder in Anwesenheit einer Aufsichtsperson ein. Der Vortrag beleuchtet detailliert den Übergang von extrinsischer zu intrinsischer Motivation, bei der die Einhaltung von Regeln zu einer bewussten Entscheidung des Mitarbeiters wird. Andrey Khokhryakov analysiert basierend auf fünf Jahren Transformationserfahrung bei «Salym Petroleum Development», warum traditionelle Zwangsmethoden an Wirksamkeit verlieren und wie man ein System aufbaut, in dem Sicherheit auf allen Ebenen zu einer natürlichen Priorität wird.
Der Referent zeigt am Beispiel der Anpassung des Konzepts der 16 Gründe für Arbeitsausfälle, dass Verstöße gegen Sicherheitsanforderungen selten mit dem bewussten Wunsch eines Mitarbeiters zusammenhängen, sich zu verletzen. Meistens liegen systemische Fehler in der Kommunikation und Arbeitsorganisation zugrunde:
Besondere Aufmerksamkeit wird der Arbeit mit Auftragnehmern gewidmet, für die die Geschwindigkeit der Vertragserfüllung oft der wichtigste finanzielle Anreiz ist. Der Referent analysiert den Mechanismus zur Einbindung des Managements von Auftragnehmern durch die Integration von Kennzahlen der Sicherheitskultur in die vierteljährlichen KPIs. Die Einführung solcher Metriken wie regelmäßiges Kompetenztraining mit Mentoren, Teilnahme an Fachgemeinschaften und obligatorische Besuche des Top-Managements der Auftragnehmer an den Produktionsstätten hat die Einstellung zur Sicherheit grundlegend verändert. Dies führte dazu, dass Auftragnehmer begannen, das Mentoring-Institut eigenständig zu entwickeln und Risiken proaktiv zu managen.
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