Das Problem, Wissen nach einer Schulung zu bewahren, ist vielen HSE-Spezialisten bekannt. Oftmals werden Mitarbeiter, wenn sie nach intensiven Schulungen in die Werkstatt zurückkehren, mit der Realität der Produktion konfrontiert, in der die Erfüllung des Plans Vorrang vor der Einhaltung neuer Sicherheitsregeln hat. In diesem Webinar teilt Ekaterina Rogova, Leiterin der Abteilung zur Verbesserung der Sicherheitskultur bei Metalloinvest, praktische Erfahrungen bei der Transformation von Ansätzen zur Schulung und Festigung von Fähigkeiten am Arbeitsplatz.
Die Referentin analysiert die wichtigsten Hindernisse, die der Einführung sicherer Praktiken im Wege stehen, und zeigt, wie systematische Arbeit mit Führungskräften auf allen Ebenen und Mentoring in den Werkstätten es ermöglichen, theoretisches Wissen in eine nachhaltige Verhaltensnorm zu verwandeln.
Gemäß der Vergessenskurve verlieren Menschen in den ersten 24 Stunden nach dem Lernen etwa 70 % der erhaltenen Informationen. Für Produktionsunternehmen bedeutet dies, dass traditionelle Methoden von Unterweisungen und stundenlangen Vorlesungen ohne praktische Festigung ineffektiv sind.
Ekaterina betont, dass eine nachhaltige Fähigkeit nur durch die Kombination von Wissen, Fähigkeiten und dem Wunsch, diese in der Praxis anzuwenden, gebildet wird. Der Vortrag geht detailliert auf den Ansatz von Metalloinvest ein: Unmittelbar nach der theoretischen Schulung gehen die Mitarbeiter zur praktischen Übung in der Werkstatt unter Anleitung von Mentoren über. Dies ermöglicht es nicht nur, das Wissen zu bewahren, sondern es auch an die realen Bedingungen des jeweiligen Arbeitsplatzes anzupassen.
Die Referentin hebt fünf typische Fehler hervor, mit denen Unternehmen bei der Einführung neuer Sicherheitsstandards konfrontiert sind:
Die Referentin zeigt am Beispiel einer Pelletieranlage, wie wichtig es ist, Änderungen mit grundlegenden Dingen zu beginnen. Zunächst verbesserte das Unternehmen die Beleuchtung in den Werkstätten, was es den Mitarbeitern ermöglichte, Probleme zu erkennen und selbst Verbesserungen zu initiieren. Dieses Prinzip "von einfach zu komplex" wird auch in der Schulung angewendet: Zuerst werden grundlegende Normen des Geländes geübt, dann Normen für die Ausführung von Arbeiten und erst dann komplexe Verhaltensaspekte.
Ein wichtiges Element des Systems ist die Bewertung der Überlebensrate von Fähigkeiten, die alle sechs Monate durch persönliche Interviews mit Führungskräften und Mitarbeitern in den Werkstätten durchgeführt wird. Dies ermöglicht es, zuverlässiges Feedback zu erhalten und Schulungsprogramme anzupassen.
Entdecken Sie die vollständige Bibliothek bewährter Praktiken der Arbeitssicherheit
Zur Bibliothek
Kommentare 2
Olga Chemerinskaya,
Die Präsentation finden Sie in unserem Telegram-Kanal: https://t.me/hsedays/521
Wird die Präsentation an die Teilnehmer gesendet?