Wie man Mitarbeiter zum Dialog bewegt und Ergebnisse erzielt

28 August 2024 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

Bei Begehungen vor Ort oder Gesprächen mit Mitarbeitern stoßen wir oft auf das Problem, dass Mitarbeiter den Kontakt scheuen oder keinen Dialog führen wollen. Sie finden viele Gründe, um diesem Gespräch auszuweichen. Warum ist das so? Was ist in einer solchen Situation zu tun? Wie bewegt man einen Mitarbeiter zum Dialog und erzielt ein effektives Ergebnis?

Das Unternehmen „Metalloinvest“ war, wie andere Betriebe auch, mit diesem Problem konfrontiert. Im Jahr 2021 wurde in unserem Unternehmen das Projekt „Risikomanagementsystem“ eingeführt, das genau eine Lösung für dieses Problem bietet, nämlich die Praxis der „Leader-Normen“.

Ich werde über unsere Praxis berichten, wie man einen Dialog gewinnbringend führt und den Mitarbeitern den Wert der Sicherheit vermittelt.

Damit ein Dialog mit dem Mitarbeiter überhaupt „zustande kommt“, muss man sich zunächst darauf vorbereiten. Wie bereitet man sich auf einen Dialog vor?

Bevor wir die Werkstatt für eine Begehung betreten, müssen wir entscheiden, wohin genau wir gehen und worauf wir unseren Fokus richten. Wenn einer unserer Schwerpunkte das „Gespräch mit dem Mitarbeiter“ ist, ist es besser, im Voraus festzulegen, mit welchem Mitarbeiter wir das Gespräch führen werden.

Nachdem wir uns auf den Rundgang vorbereitet haben, ist der nächste Schritt der Gang in die Werkstatt. Dabei dürfen wir vor allem die Einhaltung der Sicherheitsregeln nicht vergessen, denn die Führungskraft ist der wichtigste Vorbildcharakter für diese Normen! Verwenden Sie die gesamte PSA und die spezielle Arbeitskleidung, die für die jeweilige Werkstatt vorgesehen ist.

Während des Dialogs sollte die 20/80-Regel beachtet werden: 20 % der Zeit spricht die Führungskraft, 80 % der Zeit spricht der Mitarbeiter. Wenn Sie auf den Mitarbeiter zugehen, sollten Sie sich vorstellen, fragen, ob er die Arbeit für die Dauer des Gesprächs unterbrechen kann, und klären, welche Tätigkeit er gerade ausführt. Während des Dialogs sollten keine geschlossenen Fragen gestellt werden, die mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. Stellen Sie stattdessen offene Fragen, die ausführliche Antworten erfordern.

Beispielhafte Fragen: Was ist das für eine Arbeit? Welche Gefahren und Risiken können bei der Ausführung der Arbeit auftreten? Was könnte man anders machen?

Wenn Sie während des Dialogs positive Aspekte bemerken, vergessen Sie nicht, den Mitarbeiter zu loben, denn Motivation wirkt viermal effektiver als Demotivation. Vergessen Sie am Ende des Gesprächs nicht, dem Mitarbeiter für seine Zeit zu danken.

Empfehlungen zur Durchführung des Dialogs:

  • Es ist nicht ratsam, sofort mit Fragen zu beginnen oder auf Fehler hinzuweisen. Begrüßen Sie den Mitarbeiter stattdessen, geben Sie ihm die Hand, stellen Sie sich vor und erklären Sie den Zweck Ihres Besuchs.
  • Vermeiden Sie es, die Sicherheit einer Tätigkeit allein auf Basis Ihrer eigenen Einschätzung zu beurteilen und den weiteren Dialog darauf aufzubauen. Klären Sie zuerst die Details der Arbeit und besprechen Sie dann gemeinsam potenzielle Gefahren.
  • Konzentrieren Sie sich nicht sofort auf kritische Punkte. Loben Sie zuerst die korrekt ausgeführten Arbeitsschritte. Als Faustregel gilt: Auf jeden Korrekturhinweis sollten zwei positive Anmerkungen folgen.
  • Bewerten Sie niemals die persönlichen Eigenschaften des Mitarbeiters. Beziehen Sie sich ausschließlich auf die konkrete Situation, die Entscheidung oder die Handlung.
  • Vermeiden Sie ein einseitiges Gespräch, ohne der Person die Möglichkeit zu geben, sich zu erklären oder Fragen zu stellen. Seien Sie offen für einen echten Austausch und Feedback.

Denken Sie daran, dass die Führungskraft ein Mentor ist und kein Richter! Unsere Aufgabe ist es, das Verhalten und die Einstellung zur Sicherheit durch Beobachtung, Kommunikation und konkrete, durchdachte und mit dem Mitarbeiter abgestimmte Maßnahmen zu verändern.

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