Wir sind es gewohnt zu hören und zu wiederholen, dass Sicherheit die „Priorität Nr. 1“ und sogar ein „Wert“ des Unternehmens sei. Doch nehmen wir die rosarote Brille ab!
Prioritäten ändern sich schnell, wenn der Produktionsplan brennt oder das Budget drückt. Und Werte werden leider getauscht, gekauft und verkauft, sobald die Konjunktur oder eine drohende Krise es verlangt.
Aber dürfen Leben und Gesundheit von Menschen überhaupt Gegenstand von Kompromissen oder Verhandlungen sein?
Das Bewusstsein für dieses Axiom öffnet den Weg zu einer echten Transformation der Sicherheitskultur im Unternehmen.
Eine wirksame Sicherheitskultur braucht keine Deklaration von Werten.
Sicherheit ist ein ständiger Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen.
Die Hauptaufgabe besteht darin, dass Führungskräfte und Mitarbeitende in anderen ihre eigenen Angehörigen sehen und nicht abstrakte Ausführende, „Rädchen“ und „Ressourcen“.
Für eine erfolgreiche Transformation der Kultur ist es entscheidend wichtig, dass diese Entwicklung auf der obersten Führungsebene angestoßen wird. Nur so trägt sie durch die gesamte Organisationsstruktur des Unternehmens.
Doch auf die Initiative „von oben“ muss man nicht warten: Sicherheit ist eine Straße mit Gegenverkehr.
Jeder von uns kann diese Veränderungen sofort um sich herum beginnen, am eigenen Arbeitsplatz.
Dafür braucht es wenig: etwas mehr Aufmerksamkeit, ein gewisses Maß an Beharrlichkeit und sehr viel Geduld.
Was zu tun ist und wie, ist gut bekannt:
Wie Sie sehen, ist alles einfach — Heldentaten sind nicht erforderlich.
Es bleibt nur eine Frage: Wozu sind Sie persönlich bereit — für die Sicherheit?

________________________________________
💬 Kolleginnen und Kollegen, teilt eure Meinung in den Kommentaren. 👇