Wie steuert man Risiken bei der Arbeit mit Auftragnehmern?

Fallstudie
11 Dezember 2023 🇷🇺 Originalsprache: русский

Ein ganzheitlicher Ansatz zum Risikomanagement bei Auftragnehmern

Das Sicherheitsmanagement von Auftragnehmern ist eine der komplexesten Aufgaben für große Industrieunternehmen. Oft konzentrieren sich Unternehmen auf punktuelle Instrumente und verlieren dabei das Gesamtbild aus den Augen. In seinem Vortrag erläutert Georgi Adschijenko, Leiter der Abteilung für die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern der NLMK-Gruppe, einen schrittweisen Algorithmus zum Aufbau eines umfassenden Risikomanagementsystems bei der Arbeit mit Auftragnehmern, das es ermöglichte, die LTIFR-Rate in drei Jahren um mehr als 50 % zu senken.

Schritt 1: Definition des Umfangs und Untersuchung der Probleme

Die erste und wichtigste Phase ist das Verständnis für das Ausmaß der Aufgabe. Der Referent betont, dass man nicht steuern kann, was nicht gemessen wird. Am Beispiel von NLMK sind das etwa 15.000 Mitarbeiter aus mehr als 1.000 Unternehmen, die sich auf Bau, Reparaturen und Logistik verteilen. Das Verständnis des Umfangs ermöglicht den Übergang zur Analyse der tatsächlichen Probleme. Die Analyse zeigte, dass die Hauptrisiken nicht in großen Unternehmen mit etablierten Managementsystemen liegen, sondern bei kleinen Auftragnehmern (weniger als 100 Personen), die ohne angemessene Kontrolle in den Werkstätten arbeiten. Die Hauptursachen für Vorfälle sind ein geringes Kompetenzniveau, mangelnde Kontrolle und eine schlechte Qualität der Dokumentation.

Schritt 2: Abstimmung der Ziele und Zuweisung von Ressourcen

Jegliche Sicherheitsinitiativen sind ohne die Unterstützung der Geschäftsführung und die Zuweisung von Ressourcen zum Scheitern verurteilt. Der Referent zeigt am Beispiel seines Unternehmens, wie globale Ziele (0,5 LTIFR, null Todesfälle) in konkrete Pläne für jeden Bereich heruntergebrochen werden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Zuweisung der Verantwortung an nicht-produzierendes Personal (z. B. den Vizepräsidenten für Investitionen) und die Bereitstellung eines zweckgebundenen Budgets für Supervision, Schulung und zusätzliches Personal.

Schritt 3: Entwicklung von Instrumenten und Fokussierung auf Prioritäten

Im Vortrag wird der Ansatz zur Entwicklung von Instrumenten am Beispiel eines umfassenden Programms zur Organisation von Höhenarbeiten detailliert betrachtet. Das Programm umfasst durchgängige Anforderungen: von der Einführungsunterweisung und Prüfung bis hin zur Wissensüberprüfung auf dem Übungsgelände und der Standardisierung von Gerüsten und Anschlageinrichtungen. Es ist wichtig, nicht nur eine Methodik zu entwickeln, sondern diese auch vor der großflächigen Einführung in einem Pilotprojekt zu testen. Angesichts begrenzter Ressourcen nutzt das Unternehmen die Bewertung des Risikoniveaus von Projekten und richtet maximale Anstrengungen (Supervision, Kontrolle) auf Projekte mit hohem Risiko.

Schritt 4: Kommunikation und Qualitätskontrolle

Das System wird ohne etablierte Kommunikation nicht funktionieren. Dazu gehören Auftaktbesprechungen vor Arbeitsbeginn, regelmäßige Foren zu Top-Risiken und ein offener Erfahrungsaustausch mit Auftragnehmern. Die letzte Phase des Algorithmus ist die Qualitätskontrolle des Systems selbst durch Linienrundgänge, Überwachung von Kennzahlen und gezielte Audits zur Einhaltung spezifischer Standards (z. B. beim Gerüstbau).

Eingangskontrolle und Arbeit mit Subunternehmern

Besonderes Augenmerk legt der Referent auf die Eingangskontrolle. Trotz vorhandener Zertifikate führt das Unternehmen vor der Ausstellung eines Ausweises eigene Wissenstests durch. Ebenso wird das komplexe Problem der Kontrolle von Subunternehmern diskutiert: die Begrenzung von Subunternehmerebenen und das Audit von Generalunternehmern hinsichtlich der Art und Weise, wie sie die betriebliche Kontrolle über ihre Subunternehmer ausüben.

Was Sie in diesem Webinar lernen werden:

  • Wie definiert man den Umfang der Arbeit mit Auftragnehmern richtig und identifiziert reale Risikoquellen?
  • Wie bindet man das Top-Management ein und rechtfertigt die Zuweisung von Ressourcen für die Sicherheit von Auftragnehmern?
  • Wie baut man ein durchgängiges Kontrollsystem bei Arbeiten mit erhöhtem Risiko auf (am Beispiel von Höhenarbeiten)?
  • Wie organisiert man eine effektive Eingangskontrolle des Wissens von Mitarbeitern der Auftragnehmer?
  • Wie steuert man Risiken in mehrstufigen Subunternehmerketten?
Für Pro- und VIP-Mitglieder
Strukturierte Zusammenfassung mit Budget, Zeitplan, Team und Werkzeugen.
Tarif wählen

600+ Fälle und Praktiken

Entdecken Sie die vollständige Bibliothek bewährter Praktiken der Arbeitssicherheit

Zur Bibliothek
Wir verwenden Cookies für eine bessere Nutzung · Cookie-Hinweis

Werden Sie Teil der Führungskräfte

14,000+ Fachleute · 128+ Länder

1
Kontakte
2
Profil

Registrierung

Erzählen Sie uns von sich

Pflichtfeld
Pflichtfeld
Gültige E-Mail eingeben
Ungültige Nummer

Registrierung

Berufliche Daten

Pflichtfeld
Pflichtfeld
Pflichtfeld

Bitte stimmen Sie dem Newsletter-Empfang zu. Dies verbessert Ihre Plattform-Erfahrung erheblich.

Registrierung abgeschlossen

Wir haben die Zugangsdaten an Ihre E-Mail gesendet. Verwenden Sie das erhaltene Passwort zum Anmelden.

Keine E-Mail erhalten?
Prüfen Sie den Spam-Ordner
Bereits ein Konto? Anmelden · Passwort vergessen?

Willkommen!

Sie haben sich erfolgreich angemeldet.

Passwort wiederherstellen

E-Mail zur Wiederherstellung eingeben

Gültige E-Mail eingeben

Link gesendet

Ein Link zum Zurücksetzen des Passworts wurde an Ihre E-Mail gesendet. Der Link ist 1 Stunde gültig.

Keine E-Mail erhalten?
Prüfen Sie den Spam-Ordner
Passwort erinnert? Anmelden · Registrieren