Die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern ist eines der dringendsten Probleme im Bereich HSE. Oftmals werden gerade Auftragnehmern die komplexesten und gefährlichsten Arbeiten übertragen, wobei ihr Ausbildungsniveau und die Ausstattung mit PSA zu wünschen übrig lassen. Im Rahmen der Sitzung „Sicherer Auftragnehmer: Partnerschaft in allen Phasen der Zusammenarbeit“ diskutierten Experten, wie man von einem Bestrafungssystem zu echter Hilfe und Partnerschaft übergehen kann. Mikhail Ryazanov analysiert auf der Grundlage seiner 20-jährigen Erfahrung in der Leitung großer Industrieunternehmen die Schlüsselprobleme und schlägt einen systematischen Ansatz für das Sicherheitsmanagement von Auftragnehmern vor.
Der Referent stellt fest, dass die Anwendung gleicher Anforderungen auf alle Auftragnehmer – von großen langfristigen Partnern bis hin zu kleinen Unternehmen, die für dringende Notfallarbeiten beauftragt werden – zu Doppelmoral und Formalismus führt. Wenn ein Auftragnehmer die Arbeit „gestern“ erledigen muss, hat er physisch keine Zeit, mehrseitige HSE-Fragebögen auszufüllen. Daher ist es die beste Praxis, Auftragnehmer nach Risikoniveau zu trennen (z. B. in „rote“, „gelbe“ und „grüne“ Zonen) und die Arbeit mit ihnen differenziert zu gestalten.
In der Präsentation wird der Lebenszyklus der Zusammenarbeit mit Auftragnehmern detailliert betrachtet, der sinnvollerweise in fünf Phasen unterteilt wird:
Mikhail Ryazanov betont, dass Strafmaßnahmen oft ineffektiv sind. Viel besser funktionieren Instrumente der positiven Motivation: Vergünstigungen, vereinfachte Zulassung, Unterstützung bei zukünftigen Ausschreibungen. Es ist auch wichtig, eine qualitativ hochwertige Schulung und eine unabhängige Kontrolle des tatsächlichen Wissens sicherzustellen, anstatt nur das Vorhandensein formaler Zertifikate zu überprüfen.
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