In der heutigen, sich schnell verändernden Welt sind Unternehmen gezwungen, ihre Strategien zu überdenken und neue Technologien für das Risikomanagement einzuführen. Die Digitalisierung ist zu einem integralen Bestandteil der Produktionsprozesse geworden, und die Aufgabe von HSE besteht darin, die auf dem Markt verfügbaren Lösungen effektiv zu nutzen. In diesem Webinar teilt Ekaterina Golubeva praktische Erfahrungen bei der Einführung eines digitalen Personalüberwachungssystems in einem Ölfelddienstleistungsunternehmen, das unter schwierigen klimatischen Bedingungen arbeitet.
Der Markt bietet viele Lösungen – von intelligenten Helmen bis hin zu Exoskeletten und Robotersystemen. Bei der Auswahl einer Technologie ist es jedoch entscheidend, zwei Faktoren zu berücksichtigen: das spezifische Problem, das gelöst werden muss, und die Besonderheiten der Produktion. Die Referentin betont, dass man keinen Modetrends hinterherlaufen sollte, wenn sie keinen wirtschaftlichen oder organisatorischen Nutzen bringen. In diesem Fall wurde das System in Teams für die laufende und planmäßige Bohrlochreparatur eingeführt, die im Schichtbetrieb auf autonomen Feldern arbeiten.
Zur Umsetzung des Projekts wurden die Mitarbeiter mit drahtlosen Gegensprech- und Suchgeräten sowie explosionsgeschützten Fitness-Trackern ausgestattet, und entlang des Perimeters der Anlagen wurden Funkbaken aufgestellt. Die Daten werden über ein drahtloses Netzwerk (LoRaWAN) gesammelt und an einen Server übertragen. Das System zeigt in Echtzeit an:
Als Administrator fungiert der Schichtleiter, der die Situation rund um die Uhr überwacht. Im Falle eines Vorfalls sieht der Bediener den genauen Standort des Opfers sowie dessen Vitalwerte und kann umgehend Hilfe schicken.
Eine der größten Herausforderungen bei der Einführung war der Widerstand der Mitarbeiter, die eine totale Kontrolle durch den Arbeitgeber befürchteten. Die Referentin analysiert, wie diese Situation überwunden werden konnte: durch Informationsveranstaltungen, die Einbeziehung von Freiwilligen für das Pilotprojekt und ständiges Feedback. Letztendlich räumten die Teilnehmer des Pilotprojekts selbst mit den Mythen auf und erkannten, dass das System auf ihre Sicherheit und die rechtzeitige Bereitstellung von Hilfe abzielt.
Während des Probebetriebs registrierte das System mehr als 30 Fälle des Betretens von Gefahrenzonen und 5 Fälle von übermäßiger Gasbelastung. Obwohl das System keine völlige Abwesenheit von Verletzungen garantiert, deckt es die Voraussetzungen für Vorfälle auf und ermöglicht es, diese zu analysieren und Korrekturmaßnahmen zu entwickeln. Das Unternehmen plant, die Praxis auf andere Teams auszuweiten und das System in Unternehmensplattformen (1C: Technosphärensicherheit, 1C: Personalmanagement) zu integrieren, um ein einheitliches Ökosystem zu schaffen.
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Kommentare 1
Guten Tag,
ausgezeichnetes Webinar.
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Sergey
sergey.reznikov@cans.ru