Die Einführung neuer Sicherheitsinstrumente stößt oft auf die Notwendigkeit, ihre Wirksamkeit gegenüber dem Unternehmen zu rechtfertigen. Oleg Chrabrowski zeigt am Beispiel der Einrichtung einer HSE-Leitstelle für Arbeitssicherheit, wie man nicht nur aktuelle Aufgaben lösen, sondern auch messbare Ergebnisse erzielen kann, die für das Management verständlich sind.
Ursprünglich wurde die Leitstelle geschaffen, um zwei Kernprobleme zu lösen: die Sicherstellung der rund um die Uhr erfolgenden Unterzeichnung elektronischer Arbeitsfreigaben und die Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit bei Vorfällen. Die Spezialisten des Zentrums arbeiten im 24/7-Betrieb, was es ihnen ermöglicht, innerhalb von 5-10 Minuten am Unfallort einzutreffen und ein objektives Bild zu erfassen, bevor es verfälscht wird.
Der Start des Projekts erforderte Zeit für die Personalauswahl: Spezialisten wurden von außen rekrutiert, mit Schwerpunkt auf Engagement und dem richtigen Verständnis der Aufgaben. Die Betriebskosten des Zentrums, einschließlich Lohnfonds und Gerätewartung, belaufen sich auf etwa 6,5 Millionen Rubel pro Jahr. Dabei werden die Kosten für die Aufdeckung eines Verstoßes auf etwa 2000 Rubel geschätzt.
Der Referent präsentiert beeindruckende Statistiken: Während im Jahr 2021 noch 3234 Verstöße festgestellt wurden, sank diese Zahl bis 2024 auf 644. Dies zeugt von einem fünffachen Rückgang gefährlicher Handlungen des Personals. Besonders deutlich ist der Effekt bei der Verwendung von PSA — die Anzahl der Verstöße ging um das Neunfache zurück, da sich die Mitarbeiter der ständigen Kontrolle bewusst sind. Dank der Integration mit GLONASS/GPS-Systemen wurde auch ein siebenfacher Rückgang von Verkehrsverstößen durch Fahrer auf dem Werksgelände verzeichnet.
Nachdem ein gewisses Plateau bei der Anzahl der Verstöße erreicht war, begann das Unternehmen mit der Einführung neuer Instrumente. Eines davon war die Videoanalyse. Anfänglich lieferte das System nur 41 % korrekte Auslösungen und registrierte oft fälschlicherweise das Fehlen eines Helms. Nach dem Training des Systems stieg dieser Wert jedoch auf 88 %.
In der Präsentation wird eine wichtige Nuance detailliert betrachtet: Ursprünglich wurden Kameras an Orten mit den meisten Verstößen installiert, aber die Praxis zeigte, dass die Wirksamkeit der Videoanalyse entscheidend von der Qualität der Kameras selbst, dem Blickwinkel und der Beleuchtung abhängt. Daher verlagerte sich der Fokus auf die Verwendung hochwertiger Ausrüstung.
Der Referent zeigt am Beispiel einer mechanischen Reparaturwerkstatt, wie einfache Lösungen hervorragende Ergebnisse liefern können. Die Einrichtung einer Messenger-Gruppe, in die der Disponent online Informationen über Verstöße sendet, ermöglichte es, Mängel schnell zu beheben und in den letzten drei Jahren eine Null-Unfall-Quote zu erreichen.
Ein weiteres Projekt, das im Rahmen der Entwicklung der Sicherheitskultur umgesetzt wurde, ist die Überarbeitung der Arbeit der Sicherheitsbeauftragten. Die Erstellung einer Kompetenzmatrix und eine Änderung des Motivationsansatzes führten zu einem Anstieg der Anzahl der Beauftragten von 59 auf 76 Personen. Sie begannen, Verstöße doppelt so häufig aufzudecken und aktiver Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vorzuschlagen.
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