Die Gewährleistung der Sicherheit beim Betrieb von Versorgungsnetzen ist eine der Hauptaufgaben in jedem Industrieunternehmen. Dies gilt insbesondere für Gasverteilungs- und Gasverbrauchsnetze, bei denen das Hauptrisiko im Austritt von Erdgas besteht. Ivan Kazymov, Chefenergetiker der JSC Barnaul-Transmash, teilt seine Erfahrungen bei der Umsetzung eines Projekts zur Reduzierung von Unfallrisiken in solchen Netzen, insbesondere im Kontext von Änderungen in technologischen Prozessen und der Außerbetriebnahme von Anlagenteilen.
Im Zeitraum von 2019 bis 2021 gab es im Unternehmen Änderungen in der Anordnung der Produktionsflächen, was zur Außerbetriebnahme einer erheblichen Menge an gasverbrauchenden und gasregelnden Anlagen führte. Der Sprecher weist darauf hin, dass die Wartung ungenutzter Anlagen oft nicht in vollem Umfang durchgeführt wird, was das Risiko von Leckagen aufgrund von Undichtigkeiten an Schweißnähten oder Geräten erhöht.
Zur Lösung dieses Problems wurden folgende Aufgaben definiert:
Die Grundidee des Projekts bestand darin, Gasanlagen, die im technologischen Prozess nicht mehr verwendet werden, zu entfernen. Anstelle einer Konservierung, die Kosten für Planung und anschließende Wartung erfordert, wurde beschlossen, ungenutzte Netze vollständig zu demontieren. Dies ermöglichte nicht nur eine Senkung der Betriebskosten, sondern löste auch das Sicherheitsproblem in den stillgelegten Räumlichkeiten grundlegend.
In der Präsentation wird der Prozess der Verlegung von Gasregelstationen (GRPSch) aus den Produktionsräumen detailliert betrachtet. Dadurch konnte die Anzahl der gasgefährdeten Bereiche innerhalb der Werkstatt deutlich reduziert werden – von 28 auf 15. Ein Gasaustritt im Freien stellt nun für das Personal keine so große Bedrohung mehr dar wie innerhalb der Halle.
Ein wichtiger Schritt war die Installation von stationären Sensoren zur Überwachung der Methan- und Kohlenmonoxidkonzentration in allen verbleibenden gasgefährdeten Bereichen. Der Sprecher zeigt an einem Beispiel, wie dieses System funktioniert: Bei Überschreiten des ersten Konzentrationsschwellenwerts wird ein akustischer und optischer Alarm ausgelöst, und es werden SMS-Benachrichtigungen an den Disponenten und das diensthabende Personal gesendet. Bei Erreichen des zweiten Schwellenwerts wird automatisch ein Absperrventil ausgelöst, das die Gaszufuhr zum Bereich unterbricht.
Eine interessante praktische Lösung war die Installation von Methansensoren (die sich vorschriftsmäßig am höchsten Punkt des Raumes befinden müssen) an speziellen Seilkonstruktionen. Dies hat ihre regelmäßige Wartung und Überprüfung erheblich vereinfacht.
Die Kosten für die Umsetzung des Projekts beliefen sich über drei Jahre auf rund 4,5 Millionen Rubel. Davon entfiel mehr als die Hälfte auf die Verlegung der Gasregelstationen nach draußen, ein Viertel auf das Gasüberwachungssystem und etwa 800.000 Rubel auf die Demontage ungenutzter Anlagen. Infolgedessen verringerte sich die Länge der werkstattinternen Gasleitungen um 44 %, und die Anzahl der gasgefährdeten Bereiche halbierte sich fast. Die gesamte verbleibende Ausrüstung wird nun vom vorhandenen Personal (10 Personen) betrieben und gewartet, ohne dass eine Aufstockung des Personals erforderlich ist.
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