Die Kernbotschaft richtig vermitteln

14 November 2024 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

In vielen Unternehmen wurde die Praxis der „Sicherheitskontakte/Sicherheitsminuten“ erfolgreich eingeführt und angewendet.

Dies ist ein einfaches Instrument, um Mitarbeiter in die Diskussion und Lösung von Fragen zur Sicherheit am Arbeitsplatz und im Alltag einzubeziehen. Es prägt die Einstellung der Mitarbeiter zur persönlichen Sicherheit und wirkt sich folglich auf ihr Verhalten aus.

Ein Sicherheitskontakt ist eine kurze, für die Anwesenden relevante Information von 3 – 5 Minuten über ein sicherheitsrelevantes Ereignis, das in der Welt, im Unternehmen, beim Kunden, an Ihrem Arbeitsplatz, zu Hause oder unterwegs passiert ist.

Das Ziel des Sicherheitskontakts ist die Förderung einer Kultur des sicheren Verhaltens, die Einbeziehung der Mitarbeiter in Diskussionen und das Ziehen von Lehren aus Ereignissen/Situationen.

Struktur eines Sicherheitskontakts:

  • Ein Beispiel für eine gefährliche Situation aus persönlicher Erfahrung nennen;
  • Konkrete Maßnahmen vorschlagen, um das Eintreten ähnlicher Ereignisse zu verhindern.

Manchmal treten Schwierigkeiten bei der korrekten Einführung oder Anwendung des Instruments auf, was zu Ergebnissen führen kann, die hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Es scheint ein einfaches und wirksames Instrument zu sein, aber bei falscher Anwendung funktioniert es überhaupt nicht. In der Folge entsteht bei Mitarbeitern und Führungskräften die Überzeugung, dass Instrumente der Sicherheitskultur nicht die gewünschte Wirkung zeigen.

Wichtig: Verwechseln Sie das Konzept der Sicherheitsminute/des Sicherheitskontakts nicht mit einer Unterweisung und vermeiden Sie Folgendes:

  • Ersatz durch reine Informationen über die Sicherheit am Arbeitsplatz, im Büro usw.;
  • Ersatz durch Brandschutzinformationen (Notausgänge, Verhalten im Brandfall usw.);
  • Durchführung nach einem starren Zeitplan;
  • Durchführung ausschließlich durch HSE-Mitarbeiter; dies deutet auf eine schwache Führungskompetenz der Vorgesetzten in Sicherheitsfragen hin.

Es ist notwendig zu verstehen und allen zu vermitteln, die Sicherheitsminuten/Sicherheitskontakte nutzen, dass die Hauptaufgabe darin besteht, die Mitarbeiter zu informieren und sie aktiv in die Bewertung der Sicherheit ihrer Umgebung einzubeziehen. Dies gilt für die Aufmerksamkeit gegenüber dem Geschehen am Arbeitsplatz und im Alltag, die Bewertung gefährlicher Handlungen von sich selbst und anderen sowie die Bewertung gefährlicher Bedingungen zu Hause und im Beruf. Dies trägt zur Erweiterung des Sicherheitswissens der Mitarbeiter bei, bezieht sie in Diskussionen ein und formt durch regelmäßige Kommunikation ein sicheres Verhalten.

Mitarbeiter müssen lernen, stets die Wahrscheinlichkeit möglicher Vorfälle als Folge ihres eigenen Handelns, des Handelns anderer und der Umweltbedingungen einzuschätzen.

Auf diese Weise entsteht die Gewohnheit, die Welt aus der Perspektive der Sicherheit zu betrachten, zum Beispiel mithilfe von Fragen wie:

  • „Was könnte schiefgehen?“;
  • „Was kann ich dagegen tun?“ – was letztendlich zu einer gefestigten Kultur des sicheren Verhaltens führt.

Um einen guten „Sicherheitskontakt“ durchzuführen, ist es wichtig, die Kernbotschaft richtig zu vermitteln, um die Aufmerksamkeit der Kollegen zu gewinnen und Ihre Hauptaussage bei der Informationsvermittlung effektiv zu gestalten. Für einen erfolgreichen Sicherheitskontakt ist es notwendig:

  • Eine kurze, handlungsorientierte Botschaft zu vermitteln;
  • Bereits im ersten Satz die wichtigsten Ereignisse zu formulieren, über die Sie berichten möchten. Heben Sie Kernpunkte hervor;
  • Das Thema sollte zum Format des Treffens passen und für das gesamte Publikum universell relevant sein;
  • Sie können über Ereignisse in Ihrer eigenen Organisation oder über Vorfälle außerhalb sprechen. Wenn Sie nicht wissen, was Sie sagen sollen, lesen Sie Zeitungen oder verfolgen Sie Newsfeeds in sozialen Netzwerken – es gibt immer etwas, das für eine Sicherheitsminute genutzt werden kann.

Themen für eine Sicherheitsminute/einen Sicherheitskontakt können aus jedem Lebensbereich stammen, zum Beispiel:

  • Verkehrsverstöße (Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, Telefonieren am Steuer, Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, Überqueren der Straße an unzulässigen Stellen usw.);
  • Verstellte Notausgänge am Veranstaltungsort;
  • Mobilfunkbetrug;
  • Gefahren durch Ausrutschen (nasse Oberflächen, Glatteis usw.);
  • Die Wichtigkeit, bei hohen Außentemperaturen Wasser zu trinken;
  • Gefahr durch herabfallende Eiszapfen;
  • Heiße Oberflächen zu Hause und im Büro, einschließlich heißer Flüssigkeiten;
  • Die Wichtigkeit der Verwendung von PSA (konkreter Fall von Nichtanwendung) und viele andere Themen.

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