Der Begriff „Brainstorming“ ist wahrscheinlich jedem bekannt, aber das, was wir üblicherweise als Brainstorming bezeichnen, ist es meistens gar nicht. Es hat sich die feste Meinung etabliert, dass Brainstorming eine gewöhnliche Besprechung ist, nur mit einem Kritikverbot. Tatsächlich ist „KEINE KRITIK!“ eine Regel des Brainstormings, aber bei weitem nicht die einzige. Wenn es Ihnen schwerfällt, sich spontan an ein paar weitere Regeln zu erinnern, schlage ich vor, hier kurz innezuhalten, da der folgende Text sonst wie Unsinn erscheinen mag.
Ich habe an Sie geglaubt, dass Sie dranbleiben, liebe Leser des Blogs!
Die HAZID- und ENVID-Methoden basieren auf einer Modifikation des Brainstormings, die informell als „strukturiertes Brainstorming“ bezeichnet wird. Diese Methode verwendet Leitworte, um die Effektivität der Untersuchung zu steigern. Der Begriff „Leitwort“ ist bei weitem nicht der einzige; ich bin in verschiedenen Quellen auf mehr als ein Dutzend ähnlicher Begriffe gestoßen. Das Prinzip ist überall gleich.
Was sind Leitworte? Es sind Begriffe, die sich auf das Diskussionsthema beziehen, dabei helfen, Gedanken anzustoßen, und verhindern, dass wichtige Bereiche bei der Erörterung vergessen werden. Ein Leitwort ist ein Katalysator für Gedanken.
Hier ist ein kleines Beispiel für eine von mir verwendete Liste von Leitworten; die vollständige Liste zur Diskussion von Umweltrisiken ist dem Artikel beigefügt.
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Leitworte |
Anwendungsbeispiele |
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Objekt negativer Auswirkungen |
Kategorie Antrag Grenzen Aktualisierung |
Die Liste der Leitworte wird vom Leiter der Risikositzung für jedes Untersuchungsobjekt erstellt. Beispielsweise unterscheiden sich die Leitwortlisten für HSE (Arbeitsschutz) und Umweltschutz grundlegend voneinander. Die Listen der Leitworte für die Betriebsphase eines Unternehmens und die Bauphase überschneiden sich bei einer Untersuchung im Bereich Umweltschutz zu etwa 30 %.
Wie wird ein Leitwort verwendet? Der Leiter spricht das Wort aus und fragt die Gruppe, welche Risiken oder Gedanken ihnen dazu einfallen. Wenn es Ideen gibt, diskutiert die Gruppe diese und verwandelt einen zaghaften Gedanken in einen „Diamanten“. Wenn niemandem etwas einfällt, geht der Leiter zum nächsten Wort über.
Meiner Erfahrung nach führen etwa 20 – 30 % der Wörter auf der Liste zu einer Diskussion, aber das bedeutet nicht, dass die restlichen Wörter überflüssig sind. An verschiedenen Standorten führen unterschiedliche Wörter zu Diskussionen – das liegt in der Natur des menschlichen Geistes.
Der Mechanismus ist recht einfach und wird in der Praxis innerhalb von 5 – 10 Minuten erlernt.
Welche Regeln sollten bei der Arbeit mit Leitworten beachtet werden: