Wenn wir etwas Neues in ein bestehendes System einführen wollen, müssen wir uns überlegen, wie wir die Menschen in Bezug auf diese Änderungen schulen. Eine gute Option wäre es, einfach ein neues Schulungsprogramm zu entwickeln, Präsentations- und Handout-Materialien zu erstellen und mit der Schulung aller erforderlichen Personen zu beginnen. Dabei muss man jedoch verstehen, dass Menschen Neues manchmal mit Widerwillen aufnehmen; sie sind es gewohnt, im bestehenden System zu arbeiten, selbst wenn dieses nicht optimal ist, und betrachten Veränderungen oft als zusätzliche Belastung, die zwangsläufig auf ihren Schultern lastet. Daher ist es gut, neue proaktive Praktiken einzuführen, aber noch besser ist es, sie zum Bestandteil bestehender Praktiken zu machen.
Bei Metalloinvest wurden zur Steigerung der Sicherheitskultur mehrere neue Schulungsprogramme eingeführt: „Risikomanagementsystem“, „Standard für die Arbeit von Führungskräften im Bereich Sicherheit“ u. a. Um jedoch die Entwicklung des HSE-Systems nicht als separaten Bereich zu betrachten, haben wir bestehende Schulungsprogramme erweitert und leicht angepasst, wie z. B. „Allgemeine Fragen des Arbeitsschutzes und der Funktionsweise des Arbeitsschutzmanagementsystems“, „Schädliche und gefährliche Produktionsfaktoren“, „Arbeiten mit erhöhter Gefahr“, Berufsausbildungen und andere. In diese Programme wurden Instrumente des risikoorientierten Ansatzes und Praktiken zur Verbesserung der Standardarbeit von Führungskräften integriert.
Beispielsweise vermitteln wir in HSE-Schulungen, wie man Risiken erkennt, dokumentiert und minimiert. Gleichzeitig geben wir den Mitarbeitern ein Verständnis dafür, wie unsicheres Verhalten entsteht und wie man es ändern kann.
In die Schulung für Vorarbeiter wurde das Modul „Standard für die Arbeit von Führungskräften“ integriert. Vorarbeiter sind erfahrene Mitarbeiter und müssen verstehen, wie sie das System innerhalb des Teams unter Verwendung von Instrumenten zur Förderung der Sicherheitskultur effektiv aufbauen können.
Bei Arbeiten mit hohen Risiken muss der Mitarbeiter in der Lage sein, Gefährdungsfaktoren zu identifizieren und zu wissen, was zu tun ist, um sich zu schützen. Daher wurden in die Berufsausbildungen (Anschläger, Kranführer), Schulungen für Arbeiten in der Höhe und Arbeiten in engen Räumen Module wie „Risiko-Jagd“, „Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsausführung“ (GBA) und die Durchführung von „Sicherheitsgesprächen vor Arbeitsbeginn“ integriert.
Die Ergebnisse solcher Änderungen in der Ausbildung können sein: