Die traditionelle Produktionskontrolle konzentriert sich oft auf die Einhaltung föderaler Normen und Vorschriften, wobei die tatsächliche Reduzierung von Unfällen aus den Augen verloren wird. Unter Bedingungen begrenzter Ressourcen ist es unmöglich, absolut alle Gefahren zu kontrollieren. Alexander Valiev analysiert am Beispiel der Erfahrungen eines Kohleunternehmens den Übergang zu einem Barriere-Modell des Risikomanagements, das es ermöglicht, sich auf die Vermeidung tödlicher Verletzungen und großer technogener Unfälle zu konzentrieren.
Der neue Ansatz basiert auf der Identifizierung kritischer Risiken – potenzieller Gefahren mit den schwerwiegendsten Folgen (z. B. Gesteinseinsturz oder Gasexplosion). Der Sprecher zeigt, wie mithilfe der Bow-Tie-Methode Risikofaktoren ermittelt und organisatorisch-technische Barrieren aufgebaut werden. Für jede Barriere werden spezifische Checklisten entwickelt, anhand derer das ingenieurtechnische Personal regelmäßige Überprüfungen durchführt.
Die Einführung des Barriere-Modells stößt unweigerlich auf das Problem der Papierroutine. Das manuelle Ausfüllen von Checklisten und die anschließende Übertragung der Daten in Tabellen demotivieren das Personal und erschweren die Analytik. Der Vortrag beleuchtet im Detail den Integrationsprozess des Analysemoduls und des operativen Managementsystems. Dies ermöglichte die Schaffung eines einheitlichen digitalen Arbeitsplatzes für die Produktionsmitarbeiter.
Jetzt werden die Überprüfungen über eine mobile App auf zertifizierten explosionsgeschützten Smartphones dank eines unterirdischen WLAN-Netzwerks direkt in den Grubenbauen durchgeführt. Wenn eine Barriere durchbrochen wird, erstellt das System automatisch einen Auftrag zur Behebung des Verstoßes und überträgt die Daten an ein Analyse-Dashboard zur Kontrolle der Grundursachen.
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