Ziele und Aufgaben von BBS-Audits. Effizienzkennzahlen

27 Oktober 2025 🇷🇺 Original: русский 1 Min. Lesezeit

Die Ursache für die überwiegende Mehrheit der Vorfälle sind unsichere Handlungen von Menschen (laut verschiedenen Quellen ereignen sich 85 % bis 95 % aller Unfälle aufgrund unsicherer Handlungen des Personals). Die derzeit gängige Methode zur Überprüfung von Arbeitsschutz, Anlagensicherheit, Brandschutz, Verkehrssicherheit usw. besteht im Wesentlichen darin, technische Mängel, Verstöße und Unzulänglichkeiten im Zustand von Ausrüstung, technischen Geräten, der Materiallagerung, der Dokumentation und anderen technischen und organisatorischen Aspekten aufzudecken, die nicht mit den Handlungen des Personals zusammenhängen.

Die Ziele von verhaltensbasierten Sicherheitsaudits (BBS) sind:

  • die Beseitigung unsicherer Handlungen von Mitarbeitern und folglich die Reduzierung unsicherer Bedingungen;
  • die Entwicklung beständiger Fähigkeiten für einen verantwortungsvollen Umgang der Mitarbeiter mit der eigenen Sicherheit und der Sicherheit ihrer Mitmenschen, um so ein neues Niveau der Arbeitssicherheitskultur zu schaffen;
  • die Steigerung der Kompetenz der Mitarbeiter bei der Anwendung sicherer Arbeitsmethoden.

Die Hauptaufgabe bei der Durchführung eines verhaltensbasierten Sicherheitsaudits (BBS) ist die rechtzeitige Erkennung, Warnung und Vermeidung unsicherer Handlungen des Mitarbeiters bei der Ausführung seiner Arbeit durch:

  • die Feststellung, dass sich ein Mitarbeiter im potenziellen Ausbreitungsbereich einer bestimmten Gefahr befindet (basierend auf den Ergebnissen der Beobachtung);
  • das Stoppen unsicherer Handlungen des Mitarbeiters oder die Beseitigung einer aufgetretenen/entstehenden Gefahr;
  • die Durchführung eines aufklärenden Gesprächs, um das Kompetenzniveau des Mitarbeiters, sein Bewusstsein für die eigene Sicherheit und die seiner Kollegen sowie die Ursachen für seine unsicheren Handlungen zu ermitteln;
  • die Erläuterung sicherer Arbeitsmethoden und -techniken sowie die Entwicklung von Korrekturmaßnahmen;
  • die positive Motivation des Mitarbeiters zu sicherem Arbeiten;
  • die Förderung einer hohen Arbeitssicherheitskultur im Team.

Ein sehr wichtiger Bestandteil des BBS-Instruments sind die Kennzahlen zur Effizienzbewertung. In unserem Unternehmen wurden die folgenden Parameter entwickelt und elektronisch erfasst:

  1. BBS- und UB/UH-Statistiken – die BBS-Dynamik zwischen durchgeführten Audits und identifizierten unsicheren Handlungen (UH) / unsicheren Bedingungen (UB);
  2. BBS-Index – Vergleich des Index mit der Alarmgrenze;
  3. Dynamik der Maßnahmen – wie viele Maßnahmen insgesamt geplant und umgesetzt wurden;
  4. Dynamik der Mitarbeitervorschläge – wie viele Vorschläge insgesamt eingereicht und wie viele umgesetzt wurden;
  5. Risikogruppe – Dynamik der Anzahl der Mitarbeiter in der Risikogruppe;
  6. TOP-Mitarbeiter nach Anzahl der UH/UB;
  7. Klassifizierung und potenzielle Folgen – nach folgenden Kategorien:

- Reaktion des Mitarbeiters

- Arbeitskleidung und PSA

- Anweisungen, Regeln und Verfahren

- Position/Haltung der Mitarbeiter, Handlungen von Personen

- Zustand von Werkzeugen und Ausrüstung

- Ordnung am Arbeitsplatz

  1. Potenzielle Schwere der Folgen – hoch, mittel und gering.

Zusätzlich wurden im Rahmen der Entwicklung des Sicherheitskultursystems Änderungen vorgenommen, um das Ausfüllen des BBS-Formulars von 15 Minuten auf 5 Minuten zu vereinfachen:

  • die Möglichkeit, einen Mitarbeiter zu loben, wurde hinzugefügt (nimmt 1 Minute der BBS-Erfassung in Anspruch)
  • die Parameter zur Auswahl der BBS-Kriterien wurden automatisiert
  • die Möglichkeit zur Erfassung eines sicheren BBS-Audits wurde hinzugefügt (nimmt 2 Minuten der BBS-Erfassung in Anspruch)
  • die Option "vor Ort behoben" wurde hinzugefügt (verhindert das Erfassen von Maßnahmen, die bereits während des BBS-Audits behoben wurden)

Zur Aufschlüsselung nach Klassifizierung und potenziellen Folgen (BBS-Kategorien) wurde die Auswahl der Ursachen detailliert:

  • mangelndes Wissen des Mitarbeiters
  • Unterschätzung des Risikos durch den Mitarbeiter, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
  • die Führungskraft zwingt zur Ausführung der Arbeit unter unsicheren Bedingungen
  • sonstige Ursachen.

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