Die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern ist einer der komplexesten Verantwortungsbereiche im Bereich der Arbeitssicherheit. Wenn die Anzahl der Mitarbeiter von Auftragnehmern vor Ort die Belegschaft des Auftraggebers um ein Vielfaches übersteigt, funktionieren klassische Kontrollmethoden nicht mehr. Alexey Mosyagin, Leiter der HSE-Abteilung bei ZARUBEZHNEFT-dobycha Kharyaga, teilt seine Erfahrungen beim Aufbau eines mehrstufigen Auftragnehmermanagementsystems, das es dem Unternehmen ermöglichte, null Unfälle bei externen Organisationen zu erreichen.
Der Sprecher analysiert detailliert den Zulassungsprozess für Auftragnehmer, der lange vor ihrem Erscheinen vor Ort beginnt. Ein Schlüsselelement ist die Einstufung von Verträgen nach Risikoniveau (hoch, mittel, niedrig) und die Entwicklung von Qualifikationskriterien. Auftragnehmer müssen das Vorhandensein von Risikomanagementsystemen, die Schulung des Personals und die Bereitstellung von PSA dokumentarisch nachweisen. Für Verträge mit hohem Risiko wird ein technisches Präqualifikationsaudit mit einem Besuch am Standort des Auftragnehmers durchgeführt.
Ein wichtiger Schritt ist die Unterzeichnung einer Standardvereinbarung im HSE-Bereich, die zu einem integralen Bestandteil des Vertrags wird. Sie enthält strenge Anforderungen, Kriterien für den Arbeitsstopp und ein Strafensystem. Dies ermöglicht es, unzuverlässige Dienstleister bereits in der Ausschreibungsphase auszusortieren.
In der Präsentation werden Kontroll- und Motivationsinstrumente in der Ausführungsphase der Arbeiten behandelt. Die HSE-Abteilung führt regelmäßige Inspektionen durch und nutzt ein Bewertungssystem für Auftragnehmer. Das Rating berücksichtigt sowohl negative Indikatoren (Verstöße, Strafen) als auch proaktive Maßnahmen (Einreichen von Sicherheitsideen, Durchführung von Schulungen). Auftragnehmer mit einem niedrigen Rating riskieren, die Möglichkeit zur Teilnahme an zukünftigen Ausschreibungen zu verlieren.
Besondere Aufmerksamkeit wird der Motivation gewidmet: von der Vergabe wertvoller Preise für die besten Sicherheitsideen bis hin zu Briefen an die Geschäftsführer der Auftragnehmer mit der Bitte, herausragende Mitarbeiter zu prämieren. Dies fördert eine Kultur des Engagements und der Partnerschaft.
Der Sprecher zeigt am Beispiel seines Unternehmens, wie internationale Konzepte für null Unfälle (Vision Zero) und die Reduzierung von Betriebsrisiken (5Z) in die Arbeit mit Auftragnehmern integriert werden. Die Durchführung strategischer Sitzungen und die Kaskadierung von Zielen auf alle Ebenen ermöglichten es, die meisten Auftragnehmer in eine gemeinsame Sicherheitskultur einzubinden. Das erfolgreiche Bestehen eines unabhängigen Audits nach dem 5Z-System bestätigt die Wirksamkeit der gewählten Strategie.
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