Das Sicherheitsmanagement von Auftragnehmern ist eine der komplexesten Herausforderungen für große Industrieunternehmen. Wenn Hunderte von Partnerunternehmen gleichzeitig an Standorten arbeiten, sind traditionelle Kontrollmethoden nicht mehr effektiv. Yuri Anufriev, Direktor der Abteilung für Expertise und Best Practices der Irkutsk Oil Company (INK), analysiert einen umfassenden Ansatz zum Aufbau eines Systems der Zusammenarbeit mit Vertragspartnern, das es nicht nur ermöglicht, Risiken zu kontrollieren, sondern auch Partner in die Sicherheitskultur des Auftraggebers einzubeziehen.
In der Präsentation wird ein Managementmodell, das aus fünf Schlüsseletappen besteht, detailliert betrachtet. Der Sprecher zeigt am Beispiel von INK, wie die konsequente Anwendung dieser Instrumente es ermöglicht, Risiken in allen Phasen der Zusammenarbeit zu minimieren.
Die Grundlage des Systems ist eine klare Unterteilung der Auftragnehmer nach Risikoniveau. Bei INK wurde ein System aus drei Vertragsklassen eingeführt, wobei die erste Klasse Arbeiten mit erhöhtem Risiko unter Einsatz von Spezialtechnik umfasst und die dritte Klasse Bürodienstleistungen. Dies ist wichtig, da ein solcher Ansatz es ermöglicht, die Anforderungen zu differenzieren: diejenigen, die einfache Arbeiten ausführen, nicht mit übermäßigen Verfahren zu überlasten und die Aufmerksamkeit auf hochriskante Operationen zu richten. Für jede Klasse und jedes Risikoniveau (niedrig, mittel, hoch) ist ein eigener Satz obligatorischer Verfahren definiert.
Die Zulassung zu Arbeiten beginnt mit der Bewertung des HSE-Managementsystems des Auftragnehmers. Der Sprecher analysiert ein Punktesystem, das Vertragspartner in drei Zonen einteilt: grün (Zulassung ohne Einschränkungen), gelb (Zulassung nach Entwicklung eines Plans für Korrekturmaßnahmen) und rot (Verbot der Beauftragung). In der Praxis funktioniert dies als Filter, der unzuverlässige Auftragnehmer bereits in der Auswahlphase aussortiert.
Nach erfolgreicher Bewertung wird der Zulassungsmechanismus in Gang gesetzt: von der Ernennung verantwortlicher Personen und der Entwicklung eines Risikomanagementplans bis zur Überprüfung der Personalschulung. Die Automatisierung dieses Prozesses durch die Überprüfung von Zulassungen in der Phase der Genehmigung des Passantrags schließt den menschlichen Faktor aus und verhindert, dass unqualifiziertes Personal das Gelände betritt.
Die Kontrolle endet nicht nach der Zulassung. Regelmäßige Audits an den Standorten nutzen ebenfalls ein Punktesystem und eine Farbcodierung. Das Erreichen der roten Zone aufgrund der Auditergebnisse führt zum Verweis des Auftragnehmers vom Feld. Dies gewährleistet die ständige Aufrechterhaltung des deklarierten Sicherheitsniveaus während der Ausführung der Arbeiten.
Besonderes Augenmerk legt Yuri Anufriev auf die Kommunikationskanäle mit den Partnern. Effektive Kommunikation ist der Schlüssel zur Synchronisierung der Anforderungen des Auftraggebers und der Möglichkeiten des Auftragnehmers.
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