Projekt "Externe Wissensbewertung". Entwicklung von Wissensmatrizen für das Personal von Bohr- und Bohrlochbehandlungsteams

Fallstudie
24 November 2022 🇷🇺 Originalsprache: русский

Kontext: Warum das Wissen des Personals ein Schlüsselfaktor für die Sicherheit ist

Bei der Untersuchung von Vorfällen in Produktionsanlagen, einschließlich Bohr- und Bohrlochbehandlungsarbeiten, wird ein kritisches Muster deutlich: Etwa 50 % der Vorfälle stehen in direktem Zusammenhang mit mangelndem Wissen des Personals. Diese Statistik, die aus internen Untersuchungen zur Ermittlung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen stammt, war der Ausgangspunkt für die Überarbeitung der Ansätze zur Zulassung von Auftragnehmern zu den Anlagen.

Ruslan Muchamedijarow, Leiter der Abteilung für die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern bei PAO Gazprom Neft, analysiert einen praktischen Fall zur Schaffung einer wirksamen Barriere, die den Zugang von unqualifizierten Arbeitern verhindert. Die Hauptaufgabe bestand darin, ein System zur Wissensüberprüfung einzuführen, das zuverlässig und remote ist und keine ungerechtfertigten Hindernisse für die Produktionsprozesse schafft.

System "Externe Wissensbewertung": Architektur und Besonderheiten

Zur Lösung des Problems wurde eine externe IT-Testplattform ausgewählt, die an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens angepasst wurde. Hauptmerkmale des implementierten Systems:

  • Hundertprozentige Remote-Fähigkeit: In Anbetracht der Schichtarbeit des Personals werden die Tests aus der Ferne durchgeführt, was Verzögerungen bei der Ankunft an den Anlagen ausschließt.
  • Hohe Kapazität: Die Plattform kann bis zu 5000 Personen gleichzeitig testen, ohne strenge Anforderungen an die Verbindungsqualität zu stellen.
  • KI-basiertes Proctoring: Die Technologie der künstlichen Intelligenz identifiziert die Person, die den Test ablegt, erfasst Hintergrundgeräusche, Versuche, das Bild zu verlassen oder Hilfsmittel zu verwenden, und gewährleistet so die Ehrlichkeit der Ergebnisse.

Integration in Geschäftsprozesse und Umgang mit Schwellenwerten

Der Vortrag beleuchtet detailliert den Prozess der Integration des Testsystems in bestehende Geschäftsprozesse. Die Anforderung, die Bewertung zu bestehen, wurde in Verträge und technische Spezifikationen mit Auftragnehmern aufgenommen. Die Testergebnisse sind direkt in das automatisierte Passausgabesystem integriert: Der Zugang zur Anlage ist ohne Erreichen des festgelegten Schwellenwerts nicht möglich.

Interessant ist der Ansatz zur Festlegung von Schwellenwerten. In der Anfangsphase wurde der Schwellenwert auf 30-33 % (z. B. 3 richtige Antworten von 10) festgelegt, um die Arbeit der Auftragnehmer bei Personalmangel nicht zu lähmen. Die Strategie sieht jedoch eine jährliche Anhebung dieses Schwellenwerts vor, da sich die Kompetenzen des Personals weiterentwickeln und gezielt an identifizierten Problembereichen (wie Arbeiten in der Höhe, Be- und Entladearbeiten sowie gasgefährliche Arbeiten) gearbeitet wird.

Entwicklung von Wissensmatrizen: Ein partnerschaftlicher Ansatz

Besonderes Augenmerk legt der Sprecher auf den Prozess der Inhaltserstellung für die Tests. Es wurden "Wissensquanten" entwickelt – Blöcke von Fragen zur HSE, die an bestimmte Arten von Arbeiten gebunden sind (Erdarbeiten, Heißarbeiten, Verwendung von PSA usw.).

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg war die Einbeziehung nicht nur interner Spezialisten, sondern auch von Vertretern der Auftragnehmer selbst in die Begutachtung. Dies ermöglichte es, die Besonderheiten verschiedener Geräte und Technologien, die von verschiedenen Auftragnehmern verwendet werden, zu berücksichtigen und die Wissensmatrizen so relevant wie möglich für reale Bedingungen zu gestalten.

Was Sie in diesem Webinar lernen werden:

  • Wie automatisiert man die Wissensüberprüfung von Auftragnehmern, ohne die Produktionsprozesse zu beeinträchtigen?
  • Wie nutzt man KI-Proctoring, um Fälschungen bei Remote-Tests auszuschließen?
  • Wie integriert man Anforderungen zur Wissensbewertung richtig in Verträge und das Zulassungssystem?
  • Warum ist es wichtig, Auftragnehmer in die Entwicklung von Testfragen und Wissensmatrizen einzubeziehen?
  • Wie geht man mit Testschwellenwerten bei einem Mangel an qualifiziertem Personal um?
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