Bei der Untersuchung von Vorfällen in Produktionsanlagen, einschließlich Bohr- und Bohrlochbehandlungsarbeiten, wird ein kritisches Muster deutlich: Etwa 50 % der Vorfälle stehen in direktem Zusammenhang mit mangelndem Wissen des Personals. Diese Statistik, die aus internen Untersuchungen zur Ermittlung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen stammt, war der Ausgangspunkt für die Überarbeitung der Ansätze zur Zulassung von Auftragnehmern zu den Anlagen.
Ruslan Muchamedijarow, Leiter der Abteilung für die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern bei PAO Gazprom Neft, analysiert einen praktischen Fall zur Schaffung einer wirksamen Barriere, die den Zugang von unqualifizierten Arbeitern verhindert. Die Hauptaufgabe bestand darin, ein System zur Wissensüberprüfung einzuführen, das zuverlässig und remote ist und keine ungerechtfertigten Hindernisse für die Produktionsprozesse schafft.
Zur Lösung des Problems wurde eine externe IT-Testplattform ausgewählt, die an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens angepasst wurde. Hauptmerkmale des implementierten Systems:
Der Vortrag beleuchtet detailliert den Prozess der Integration des Testsystems in bestehende Geschäftsprozesse. Die Anforderung, die Bewertung zu bestehen, wurde in Verträge und technische Spezifikationen mit Auftragnehmern aufgenommen. Die Testergebnisse sind direkt in das automatisierte Passausgabesystem integriert: Der Zugang zur Anlage ist ohne Erreichen des festgelegten Schwellenwerts nicht möglich.
Interessant ist der Ansatz zur Festlegung von Schwellenwerten. In der Anfangsphase wurde der Schwellenwert auf 30-33 % (z. B. 3 richtige Antworten von 10) festgelegt, um die Arbeit der Auftragnehmer bei Personalmangel nicht zu lähmen. Die Strategie sieht jedoch eine jährliche Anhebung dieses Schwellenwerts vor, da sich die Kompetenzen des Personals weiterentwickeln und gezielt an identifizierten Problembereichen (wie Arbeiten in der Höhe, Be- und Entladearbeiten sowie gasgefährliche Arbeiten) gearbeitet wird.
Besonderes Augenmerk legt der Sprecher auf den Prozess der Inhaltserstellung für die Tests. Es wurden "Wissensquanten" entwickelt – Blöcke von Fragen zur HSE, die an bestimmte Arten von Arbeiten gebunden sind (Erdarbeiten, Heißarbeiten, Verwendung von PSA usw.).
Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg war die Einbeziehung nicht nur interner Spezialisten, sondern auch von Vertretern der Auftragnehmer selbst in die Begutachtung. Dies ermöglichte es, die Besonderheiten verschiedener Geräte und Technologien, die von verschiedenen Auftragnehmern verwendet werden, zu berücksichtigen und die Wissensmatrizen so relevant wie möglich für reale Bedingungen zu gestalten.
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