Lange Zeit überwog im Bereich des HSE-Managements ein Ansatz, der auf Disziplinarmaßnahmen basierte. Abmahnungen, Verweise, Prämienentzug – diese Methoden wurden überall angewendet, aber mit der Zeit wurde ihre Wirksamkeit in Frage gestellt. In ihrem Vortrag teilt Ekaterina Bespalova, Leiterin der HSE-Abteilung der LLC «Saratovsky rezervuarny zavod», ihre Erfahrungen beim Übergang von einem Strafsystem zu positiver Motivation. Die Referentin analysiert, warum die «Peitsche»-Methode nicht mehr funktioniert und wie es gelang, die Mitarbeiter durch spielerische Formate und systematische Belohnungen in Sicherheitsthemen einzubinden.
Der erste Schritt zur Veränderung der Sicherheitskultur war die Durchführung eines HSE-Wettbewerbs. Diese Veranstaltung, die anlässlich des Welttags für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit stattfand, ermöglichte es nicht nur, das Wissen der Mitarbeiter zu überprüfen, sondern auch ihre Einstellung zur HSE-Abteilung zu ändern. Der Wettbewerb bestand aus mehreren Phasen:
Die Referentin zeigt am Beispiel, dass solche Veranstaltungen nicht nur den Wissensstand erhöhen, sondern auch den Teamgeist, einen gesunden Wettbewerb und eine positive Wahrnehmung von Sicherheitsthemen fördern.
Einmalige Veranstaltungen wie der Wettbewerb geben einen guten Impuls, aber für einen langfristigen Effekt ist ein systematischer Ansatz erforderlich. Im Vortrag wird der Übergang zur Bewertung der besten Mitarbeiter im Bereich HSE am Ende des Jahres detailliert betrachtet. Die Besonderheit dieses Ansatzes besteht darin, dass nicht jeder Mitarbeiter einzeln bewertet wird, sondern die Gruppe (Brigade). Dies fördert die gegenseitige Hilfe, die Verantwortung füreinander und bildet eine Sicherheitskultur auf der Ebene kleiner Teams.
Entdecken Sie die vollständige Bibliothek bewährter Praktiken der Arbeitssicherheit
Zur Bibliothek